Das war Rock im Park 2011
55.200 Besucher lassen sich bevorzugt von Zecken beißen
07.06.2011, 16:53, Text:
Katharina Försch, Foto: Simon Försch
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Zecken vergießen Indie-Blut und ein Gewitter vertreibt die Elektro-Maus. Rock im Park war 2011 eben auch ein Stück weit Naturschauspiel.
»Rock am Ring make some noooise!« stachelte Bonaparte-Sänger Tobias Jundt die Besucher der aus allen Nähten platzenden Clubstage an. Dass er sich samt seiner Circus-Crew am Freitag Abend nicht am Ring in der Eifel, sondern im Park auf dem Nürnberger Zeppelinfeld befand, tat der Stimmung keinen Abbruch und wurde auch nicht weiter thematisiert. Der Besucherrückgang um knapp 5.000 Park-Fans hingegen schon. Auf der Abschlusspressekonferenz wurde er mit den »üblichen Schwankungen« begründet, manch einer sieht die Ursache im Line-up. Fakt ist, dass sich bei insgesamt 85 Bands Namen wie Hurts oder die Söhne Mannheims alles andere als »rockig« lesen und klingen und den Parkrocker an sich eher abschrecken als anziehen.
Dank Disturbed, Korn, Volbeat, System Of A Down und »Schinkengott« Danzig kamen die Gitarren-Freunde dennoch auf ihre Kosten. Mit Bands wie The Naked And Famous, The Kooks, Bodi Bill, We Are Scientists und White Lies wurde auf der anderen Seite erneut versucht, mit der Indie-affinen Zielgruppe anzubandeln. Das polizeiliche Wochenend-Resümee »Weniger Alkoholleichen, dafür mehr Zeckenbisse« wäre dann für diesen Trend die passende Fußnote. Zu den »leisen« Park-Highlights zählte der Auftritt von Thees Uhlmann & Band am Sonntagmittag. Bei gefühlt 40 Grad und zwei strapaziösen vorangegangenen Tagen war die Atmosphäre vor der Centerstage sehr familiär und die Musiker um Grand Hotel-Label-Chef Thees Uhlmann zeigten sich besonders entspannt und spielfreudig.
Fotostrecke:Best Of Rock im Park 2011 – Teil 1
Headliner-Highlight war der Auftritt von Coldplay am Freitagabend. Die Briten überraschten mit sieben neuen Songs, darunter auch die neue Single "Every Teardrop Is A Waterfall". Im aktuellen Grand Hotel van Cleef-Newsletter heißt es dazu, dass Coldplay »immer noch mit die beste und einzige Band ist, die bunte große Wasserbälle in eine Rockshow integrieren kann ohne dass es peinlich wird«. ¬– Dem ist nichts hinzuzufügen. Ein lautes Park-Highlight war der Samstags-Auftritt der Berliner Beatsteaks, deren Frontmann, die charismatische Rampensau Arnim Teutoburg-Weiß, seine Anhänger bereits mit den Worten »Warum so leise, meine Freunde?« zum Ausrasten brachte.
Als Beinahe-Highlight kann außerdem die fulminante Live-Show des kanadischen DJs Deadmau5 gelistet werden, die aufgrund eines apokalyptisch einsetzenden Gewitters Sonntagnacht leider vorzeitig abgebrochen werden musste. Mit den Toten Hosen wurde bereits der erste Headliner für 2012 bekannt gegeben. Vom 1. bis 3. Juni werden sie ihr 30-jähriges Bandjubiläum im Park und am Ring feiern und die Rockseele Deutschlands wäre damit zumindest schon mal ein Stück weit gepampert.
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Mango_Diao 08.06.2011 | 10:45:50
squeeeeez!
Mein kaputter Körper sehnt sich immer noch nach Campingstuhl und Dosenbier und übermäßigem Nikotinverbrauch!
- Es war so schön!
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