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c/o pop

So wars: Ja, Panik, 1000 Robota und Hans Unstern

27.06.2010, 14:33, Text: Ben Köhler, Foto: Florian Tomaszewski
[2 Kommentare]

Drei großartige Liveauftritte auf einen Streich? Durchaus möglich, wie der Konzertabend im Bogen 2 im Rahmen der c/o pop zeigte.

Die Qual der Wahl hatte man konzerttechnisch am Freitag. Schuld daran war die c/o pop, die zahlreiche sehenswerte Gigs in ganz Köln veranstaltete und den geneigten Konzertgänger damit vor ein schier unlösbares Problem stellte. Groß war daher auch die Befürchtung, dass die Bands im Bogen 2 aufgrund der namhaften Konkurrenz vor einem halbleeren Raum spielen könnten.


Als Hans Unstern dann aber mit seiner Band die Bühne betrat, war der Konzertsaal bereits gut gefüllt, genau wie die Quecksilberanzeige des Thermometers. Klang schon das Material auf "Kratz dich raus" sehr experimentell, so wurden die Songs live noch einmal um ein Vielfaches auf die Spitze getrieben. Teilweise in regelrechte Freejazz-Orgien vertieft, beeindruckten Hans Unstern und seine Musiker vor allem musikalisch und ernteten zurecht trotz aller Unzugänglichkeit den meisten Beifall des Abends.


1000 Robota sollten danach eigentlich die Stimmung weiter anheizen. Das Kölner Publikum reagierte aber eher verhalten, was dazu führte, dass Sänger Anton Spielmann sich dazu hinreißen ließ, die Zuschauer zuerst auf den Arm zu nehmen und später sogar den Mikrophonständer in die Menge zu kicken. Der Unmut war zumindest teilweise verständlich, denn die Band gab alles und lieferte eine gleichermaßen energiegeladene, wie mitreißende Show, bei der vor allen Dingen die Songs des kommenden Albums "Ufo" überzeugen konnten.

Als Abschluss des tollen Konzerttrios hatten Ja, Panik schließlich alle Sympathien auf ihrer Seite. Immer die goldene Mitte zwischen Pop und Punk treffend, untermauerte die Band aus dem Burgenland ihre Ausnahmestellung innerhalb deutschsprachiger Musik eindrucksvoll. Trotz mittlerweile tropischer Temperaturen sangen und tanzten die meisten Besucher mit und entließen die schweißnassen Ja, Panik erst nach Zugabe von der Bühne. Ein mehr als gelungener Abend, bei dem am Ende auch die beruhigende Erkenntnis eintrat: alles richtig gemacht mit der Konzertauswahl!



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  • dunkelblau 27.06.2010 | 23:00:54
    Nichts als Gespenster.
    typisch köln-er! 1000 robota sind wirklich eine gute band! bißchen mehr verständnis!!

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