So war Peter Fox in Berlin
Fotos vom ersten Wuhlheide-Gig
16.06.2009, 18:10, Text:
Michael Schütz, Foto: Thomas Lorber
Was für ein Affentheater! Als Peter Fox am vergangenen Freitag sein erstes von mittlerweile vier Heimspielen in der Berliner Wuhlheide startete, wurde er mit lauten Pfiffen begrüßt. Der Grund: Zwischen der Vorband und Herr Fox passierte über eine Stunde lang gar nichts. Man wollte den Auftritt filmen und dafür waren die Lichtverhältnisse einfach noch zu hell. Herr Fox hätte es nämlich lieber dunkel – und da pünktlich zum Konzert die Sonne und der strahlend blaue Himmel den Weg in die Wuhlheide fanden, musste man warten, bis sie dem Sternenhimmel Platz gemacht hatten. War ja auch alles verständlich – und schnell vergessen, als Peter Fox dann loslegte – man hätte es nur einfach mal sagen können. Anyway – Peter Fox und seine gefühle zwanzig-köpfige Live-Truppe sorgten schnell dafür, dass der anfängliche Frust vergessen war.
Während Fox mit der ihm eigenen Coolness und seinen Stakkato-Rhymes den Affen „Zucker“ gab, sorgten die Drummer von Cold Steel mit ihren Percussions-Performances für Blickfänge – z. B. wenn sie ihre neonleuchtenden Sticks in der Luft einen Salto schlagen ließen, um sie dann punktgenau auf die Drums zu donnern. Überhaupt waren Neoneffekte sehr präsent, nämlich auch Bestandteile fast aller Bühnenoutfits. Und auch die Effekte auf der Leinwand hinter der Bühne sorgten für ein ebenso stimmiges wie eindrucksvolles Setting – besonders gelungen zum Beispiel beim „Haus am See“, das sich dabei hinter Peter Fox ganz lauschig materialisierte. Ansonsten versorgte Fox das Publikum des seit Urzeiten ausverkauften Konzerts mit allem was sein Solo-Repertoire hergab, wobei die Berlin-Hymne „Schwarz zu Blau“ natürlich für den größten Backgroundchor in der Wuhlheide sorgte. Als Zugabe gab’s dann als krönenden Abschluss noch die andere Berlin-Hymne aus frühen Seeed-Tagen: „Dickes B, oben an der Spree – im Sommer tut’s gut und im Winter tut’s weh!“ Das konnte an diesem lauschigen Sommerabend dann jeder mitsingen, obwohl genau genommen in der Wuhlheide die Dahme ein Stück näher ist als die Spree…
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