Bat For Lashes live
in Köln: Zeit zum Träumen
19.05.2009, 14:58, Text:
Holger Düll, Foto: Thomas Zielinski
[1 Kommentar]
"Fantastisch", das ist wohl das treffendste Adjektiv mit dem sich dieser Abend ganz einfach auf den Punkt bringen ließe. Sagt jedenfalls unser Autor Holger Düll.
18.05.2009, Köln, Kulturkirche.
"Fantastisch", irgendwo zwischen "ausgezeichnet" und "unglaublich". Hauptverantwortlich für die Euphorie ist natürlich Natasha Khan alias Bat For Lashes, die dank ihres zweiten Albums endlich auch hierzulande tourt. Von den geplanten vier Terminen mussten zwar kurzfristig die Konzerte in Berlin und Hamburg abgesagt (bzw. auf voraussichtlich Herbst verschoben) werden, umso dankbarer dafür aber die Fans in München und eben Köln, dass hier alles planmäßig läuft. Aber jetzt mal von vorn.
Einerseits wünscht man Bands natürlich, dass ihre Shows ausverkauft sind, andererseits wird dann schon mal ein Konzert gern in die nächstgrößere Venue verlegt, worauf die wenigsten stehen. Perfekt also, dass erst im Laufe des Nachmittags die letzten Tickets an den Mann oder die Frau gingen. Das knapper werdende Kontingent wird nettwerweise tagsüber von Last.fm-Usern getickert und abends beim Eintreffen vor der Kulturkirche im Kölner Stadtteil Nippes entdeckt man dann auch ein paar traurige Gesichter, die wohl leider leer ausgingen. Die Zeiten als Geheimtipp sind vorbei.
Ein bisschen wie eine eigene kleine Welt, wie ein Idyll, so wirkt es, wenn man das begrünte Grundstück rund um die Kirche betritt und man genießt das Ambiente und die laue Abendluft. Drinnen machen sich derweil Marybell Katastrophy daran, den Abend zu eröffnen. Die Band, bestehend u. a. aus Ex-Tiger-Tunes- und Ex-The-Broken-Beats-Mitgliedern, legt ambitioniert bis aufgeregt los, trifft aber nicht wirklich den Nerv des Publikums. Ihr Mix aus Elektro- und Noise-Rock kommt aktuell in der dänischen Heimat recht gut an, hier und heute bleiben sie jedoch vorerst Randerscheinung. Klar, dieser Abend hat einen Star auf den alle warten und hinfiebern.
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Hauptmann Fuchs 20.05.2009 | 20:15:08
zur Klärung eines Sachverhalts
Einerseits wünscht man Bands natürlich, dass ihre Shows ausverkauft sind, andererseits wird dann schon mal ein Konzert gern in die nächstgrößere Venue verlegt, worauf die wenigsten stehen.
dann gehöre ich eindeutig zu den wenigsten. konzerte in angemessen großen säälen sind mir 1000x lieber als zerquetscht zu werden, weder an die bar noch aufs klo zu kommen und nichts zu sehen. aber die berliner haben ja jetzt noch ein paar monate zeit, nicht erst in letzter minute fleißig karten zu kaufen. überhaupt, jetzt fällt es mir erst auf, im Laufe des Nachmittags die letzten Tickets an den Mann oder die Frau gingen, wie soll denn das gehen, am nachmittag, wenn der vorverkauf beendet ist und die abendkasse noch nicht auf hat?
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