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Sophia live

in Bochum: Plaudern im Orchestergraben

18.05.2009, 17:24, Text: Mick Noll, Foto: Jochen Melchior
[1 Kommentar]

Mick Noll hat beim Bochumer Konzert trotz intensiver Publikumsplaudereien eine tolle Zeit und läutet den Sommer ein.

Es ist der 15.05.2009, der letzte Tag der fünf Eisheiligen, bei Hobbymeteronomen auch bekannt als "die kalte Sophie" und auf dem persönlichen Konzertplan steht "Sophia; Support: Black Rust; Bahnhof Langendreer (Bochum)". Auch wenn es laut Bauernregel heißt, dass von diesem Tag an das milde Frühlingswetter stabil bleiben wird, ist es ungemütlich regnerisch - tja, liebe Freunde der Wetterhoroskopie: "We won't let the clear skies fool us again!"


Bevor es allerdings den gerade zitierten Song "Birds" und Weiteres aus Kopf und Kehle Robin Proper-Sheppards gibt, geben Black Rust aus Ahlen den Auftakt und stimmen mit ihrem aus zwei Gitarren, gestrichenem Kontrabass, Piano, Mandoline, Blues Harp, Akkordeon, Percussions und Schlagzeug rein akustisch erzeugtem Folk-Americana-Sound ideal ein. Allein die Tatsache, dass Proper-Sheppard das im Januar 2009 erschienene Album "Medicine & Metaphors" produziert hat, zeugt von Klasse und musikalischer Gleichgesinnung mit allen Anwesenden. So wundert es nicht, dass die 5 Westfalen auf ganzer Linie überzeugen und wohl verdienten Beifall ernten.

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War die Bühne eben schon "gut gefüllt" wird nun weiteres Equipment platziert - darunter auch vier Notenständer mit roten Notenmappen, was einem im ersten Augenblick den Eindruck eines anstehenden Konzertes eines Schulorchesters gibt. Im Endeffekt verdoppelt sich die Anzahl der Musiker. Um auch hier eine Aufzählung der Instrumente nicht vorzuenthalten: Bass, E-Piano, stehend gespieltes Schlagzeug, drei Violinen, ein Cello, eine Sängerin, die an diesem Abend auch ihr Debüt am Tamburin gab und neben zwei weiteren Gitarren auch Proper-Sheppard mit der seinen und natürlich mit seiner unverwechselbaren Stimme.

Aus dieser Melange entsteht bei exzellentem Sound ein Klangteppich aus wunderschön melancholischen Liedern bis hin zu energetischen Klangexplosionen. Gerade die letzte der insgesamt vier Zugaben "Theme For The May Queen No. 3" erscheint mit all ihrer Energie und Kraft rettend, um nicht gedankenverloren träumerisch zu verharren und eine intensive Gänsehaut spürend weiter in einem imaginären Takt zu wiegen.

Dass es selbst bei solchen intensiven Konzerten dennoch Leute gibt, die sich, statt zuzuhören, dann doch lieber lauthals über die Ex in Australien oder die Gründe, warum Clint Eastwood nun eigentlich "Gran Torino" gedreht hat, unterhalten müssen, wird mir und vielen anderen auf ewig ein Rätsel bleiben und ist an diesem Abend - Wetter hin oder her - als einziger Wermutstropfen zu nennen. Danke Mr. Proper-Sheppard für einen tollen musikalischen Abend und auch für die nette sympathische Art und das freundliche Lächeln, mit der Sie jedem, der wollte, noch ein Autogramm und eine kurze Plauderei gaben, auch wenn die Widmung an eine Küche gerichtet war.

Termine Sophia
18.05.2009 München, Feierwerk » Details | Merken | Anreise
20.05.2009 Luxemburg, Den Atelier » Details | Merken | Anreise

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  • User: happyjaq
  • happyjaq 19.05.2009 | 13:59:26

    Hätte der Autor mehr dem Geschehen auf der Bühne anstatt den Gesprächen der Zuscahuer Aufmerksamkeit geschenkt, hätte er vermutlich diverse Fehler vermeiden können.

    Warum z.B. erwähnt er explizit die Besetzung, wenn er gleich vier (!) Fehler einbaut?

    Warum erwähnt er nur einen einzigen Songtitel, dann allerdings einen, der gar nicht gespielt wurde?

    Waren Sophia nicht mal eine Band, zu der Intro nur Schreiber geschickt hätten, die zumindest einen blassen Dunst von der Materie haben?

    Sehr traurig. Zumindest das Fazit stimmt, es war ein sehr schönes Konzert.

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