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Miss Kittin & The Hacker live

Melt! Klub in Hamburg: Ostertanznacht

14.04.2009, 12:40, Text: Holger Düll, Foto: www.virtualnights.com
[1 Kommentar]



Trotz Karfreitagstanzverbot: Pünktlich um 2 Uhr morgens heben Miss Kittin & The Hacker und der Kanadier Tiga alles aus den Angeln. Holger Düll war in Hamburg dabei.


Na, dann mal ab ins Hamburger Uebel & Gefährlich: Leicht düsterer Elektro steht in Form von Miss Kittin & The Hacker als Hauptgang auf dem Menü. Obendrein verspricht ein anschließendes DJ-Set von Tiga die Klubnacht noch mit der entsprechenden Süße zu versehen. Die Location, der Ballsaal des U & G in der 4. Etage des gewaltigen Hochbunkers in St. Pauli mit seiner Burgästhetik, tut sein Übriges für einen wohl gelungenen Auftakt ins Osterwochenende.


Andernorts verhindert das Tanzverbot anlässlich des Karfreitags jegliche (Party-)Aktivitäten, hier am Rande der Reeperbahn gilt ab Mitternacht zum Glück wieder "business as usual". Schon ziemlich früh ist der Klub gut gefüllt und ein DJ (war es Pelle Buys oder Shizz?) sorgt dafür, dass bis 2 Uhr niemandem langweilig wird. Pünktlich öffnet sich der Bühnenvorhang: Oben thronen zwei große Pulte nebeneinander und nur die schmale Lücke lässt ein wenig erahnen, was dahinter gleich geschieht.


Im Schutz der Dunkelheit gehen Caroline Hervé und Michel Amato auf ihre Position, um dann mit einem Fingerschnippen ihr Set loszutreten; The Hacker stoisch cool an den Geräten, Miss Kittin quasi als Conférencieuse meist am Mikro aber auch mal am Bass oder Controller. Die eben noch dunklen Pulte feuern eine perfekte Licht-Show ab; an den Fronten Glühlampenfelder, on top knallen Stroboskope in den Raum. Das Duo liefert natürlich seine technoiden Hits im knappen Pop-Song-Gewand ab, "The Womb" oder "1000 Dreams" sind satt stampfende Nummern, Klassiker wie "Frank Sinatra", "1982" oder "Stock Exchange" vom ersten Album aber immer noch unschlagbar erfrischend und gut. Teile des hanseatische Publikums scheinen zwar nicht mit dem Sound von MK&TH vertraut zu sein und eher eine beliebige Klubnacht erwartet zu haben, Abbruch tut dies dem ganzen aber kaum.



Beliebig is' eben nich: Wo früher "I Feel Love" gecovert wurde ist jetzt "Suspicious Minds" an dessen Stelle. Auch der Hacker-Track "Flesh & Bones" gehört ins knappe Set. Nur einen Kittin-Song, z. B. "Requiem For A Hit", wünscht man sich vielleicht noch dazu, aber da ist leider kein Platz. Für eine Zugabe bleibt heute nichts übrig, die ist sowieso eher im Rahmen eines richtigen Konzertsoirées zuhaus. Das Manko kann man bei diesem Klubgig verschmerzen, zumal das Publikum wohl eh nicht darauf eingestellt ist und außerdem wird man ja gleich noch von Tiga am DJ-Pult verwöhnt.



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  • User: Red Dog
  • Red Dog 14.04.2009 | 13:57:26

    Vielleicht sollte noch angemerkt werden, dass es extrem stimmungsvernichtend war, dass nach dem miss kittin & the hacker set und schon während des tiga sets die roadies sehr uncharmant cases durch das publikum schoben. das war der eine grund weshalb tiga leider am anfang eher wie die rausschmeisser musik rüberkam.
    vollkommen unverständlich ist es, warum, während des tiga sets nur das reguläre saallicht ein wenig vor sich hindimmerte. irgendwie sollte man ja doch bei einem, ja nicht grade wirklich kleinen act wie tiga, ein wenig mehr erwarten können.
    alles in allem dadurch leider ein wenig unausgegoren...

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