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Massive Attack live

Bildergalerie: Vodafone Music Unlimited

12.08.2008, 11:41, Text: Sandro Boege, Foto: Geert Schäfer
[2 Kommentare]

Beim Kölner Gastspiel im Rahmen des Vodafone Music Unlimited Festivals hypnotisieren Massive Attack auch die große Menschenmenge vor dem Dom. Sandro Boege ließ sich mitreißen.


08.08.08. Vodafone Music Unlimited Festival, Köln, Roncalliplatz.

Beim ersten Abend des Vodafone Music Unlimited Festivals an dem auch der Roncalliplatz bespielt wurde, war eben dieser neben dem Line-up bestehend aus Coldcut und Massive Attack sicher auch ein Grund sich zu freuen: direkt neben dem Dom gelegen, ist der Platz zwischen Römisch-Germanischen Museum und Domhotel auch fürs Auge ein äußerst spannender Ort für ein Konzert.


So dachten vermutlich auch viele andere, denn viel voller hätte es gefühlt nicht werden können. Bereits bei Coldcut am späten Nachmittag war der Platz fast komplett gefüllt. Leider erlebe ich zwar nur die letzten zwei Stücke, die aber machen Spaß, wenngleich man sich vielleicht eher eine andere Reihenfolge gewünscht hätte, zielen es Coldcut doch eher aufs Tanzbein ab, wohingegen Massive Attack erfahrungsgemäß die hypnotisierende Soundwand auspacken.


Nichtsdestotrotz war es mal wieder ein sehr gelungener und intensiver Auftritt selbiger, der mit dem glücklicherweise recht schnellen Einsetzen der Dunkelheit an Dichte nur noch gewann, die visuellen Schmankerl auf der Bühne kamen dadurch freilich viel besser zum Tragen.

Hinter der Band ist, wie auch früher schon, eine große LED-Wand aufgebaut, die anfangs noch ausschließlich Linien und Formen abbildet, dann aber später auf diverse politische Botschaften, Slogans und catch phrases umschwenkt. Zuerst noch in Englisch, dann später auf Deutsch laufen unter anderem immer wieder Zitate über Tod und Freiheit von rechts nach links, was in dieser Größe dazu führt, dass man fast nur noch darauf starrt und so Musik samt visueller Eindrücke eine perfekte Harmonie bildet.

Die Setlist ist teilweise ein wenig überraschend. Das letzte, mediokre Album "100th Window" wird komplett übergangen, was ich persönlich schade fand, waren die Live-Versionen doch immer wunderbar. Ebenso wird "Angel" mit dem großartigen Horace Andy am Mikrofon sehr schnell und etwas wirr runtergespielt. Ansonsten kann man sich jedoch eher wenig beklagen, zwischen ruhigen Tracks wie beispielsweise "Teardrop" und dem lauten, bombastischen "Inertia Creeps" wird jeder Gefühlszustand abgedeckt. Ein guter Abend!



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  • AbleTasman 13.08.2008 | 10:32:59
    born to samba!
    Ich bin immer noch begeistert. Das war insgesamt ein total stimmiges Ereignis.
    Die Lichtschow in Kombination mit der Musik war absolut perfekt.
    Toll das auch das Wetter mitgespielt hat.
    Und vielen Dank an die wohl für immer unbekannt bleibende Frau die mir das Ticket geschenkt hat! Tolle Stadt, toller Abend, tolle Musik!

  • User: ZeroUno
  • ZeroUno 13.08.2008 | 11:25:39
    says
    runde sache, auf jeden fall!

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