CMJ 2007

Tag 3: Die Saga geht weiter

20.10.2007, 13:00, Text: Thomas Venker, Foto: Felix Scharlau

16. - 22.10.07, USA, New York City, verschiedene Locations.

Wir erinnern uns. INTRO ist vor Ort in Indie-Wunderland New York City beim jährlichen CMJ Festival. Der dritte Tag begann am frühen Nachmittag mal wieder bei den Kollegen vom Fader Magazin. Als erstes durften die Franko-Kanadier We Are Wolves ran. Entgegen ihres diesjährigen Auftritts beim SXSW verloren sich ihre guten Songs diesmal nicht im Noiseinferno. Endlich konnte man nachvollziehen, warum sich die kanadische Presse kaum einbekommt: Wie The Hives mit Standschlagzeug klang das, druckvoll und mit direkter Ansprache. Im kommenden Mai werden sie wohl auf Europatour kommen, da sie zum Great Escape Festival nach Brighton eingeladen sind...


Danach enterten Cut Off Your Hands die Bühne, eine Band, von der in den letzten Tagen schon viel zu hören war. Nachvollziehbar, nachdem man die Neuseeländer gesehen hat. Der Frontmann listet nicht nur Iggy Pop als großen Einfluss, er ist auch in seiner Bühnenpräsenz von ihm stark beeinflusst. Überhaupt gute Showband mit sehr pop-punkigem Songwriting. Dem Kollegen vom NME gefiel das gleich so gut, dass sie Online- und Printredakteur nacheinander zum Interview schickten, aber dann konnten auch wir sie abgreifen - mehr im Dezember-INTRO. Das Album erscheint im nächsten Frühjahr via 672 Recordings.

Imperial Teen, ein Nebenprojekt von Hey Willpower!, verpassten wir dann leider wegen eben jenen Gesprächs mit Cut Off, aber es wurde uns nur Gutes berichtet. Die UK-Charts-Sensation Biffy Clyro konnten wir dann aber wieder mitnehmen. Wenn sie sich doch nur nicht schon vor dem Auftritt die T-Shirts ausgezogen hätten. Mensch, Jungs, das macht man doch nicht! Ansonsten war das aber gut energisch rausgeprügelter Rock-Rock. Wer auf verschwitze Männer mit langen Haaren steht...

Es folgte eine unglaublich schlechte Tex-Mex-Coverband namens Betty Black, über die jede weitere Zeile zuviel es guten ist, und durchschnittlicher Indierock in drei anderen Clubs auf dem Weg nach Hause. Keine Namen, unnötig das zu speichern. Ganz offensichtlich gibt es gegen 19 Uhr ein Qualitätsloch bei den Nachmittagsshowcases, da sich eh alle nach Hause begeben, um noch mal Energie für die abendlichen Shows zu tanken. So auch wir.


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