Maximo Park live

The Night I Lost My Head

13.04.2007, 12:15, Text: Jakob Süß, Foto: Jakob Süß


11.04.07, München, Atomic Café.


\\"Five time five equals 25\\" - bei einem Maximo Park-Konzert wird es zwischendrin auch mal mathematisch. Doch von vorne: Im wundervollen Münchner Club Atomic Café gibt es, neben stets gut frisierten Szenegängern, alle Nase lang die \\"it\\"-Bands der Gegenwart zu bestaunen. An einem beschaulichen Britwoch-Abend mal eben Maximo Park - ein Indieschmankerl à la carte! Die fünf Engländer lasen es sich nicht nehmen, ihr soeben erschienenes Album 'Our Earthly Pleasures' undergroundverdächtig im Rahmen einer intimen Clubtour zu präsentieren bevor im Sommer die Festivals und im Herbst die größeren Hallen gerockt werden. Und das Atomic Café scheint der Band in guter Erinnerung geblieben zu sein, hat sie doch ihr Debütalbum 'A Certain Trigger' ebenfalls an dieser Stelle einer enthusiastischen Crowd vorgestellt.


Im Gegensatz zum Melt 2005 konnte auch diesmal kein plötzlicher Wolkenbruch den Auftritt verhindern, alleine endorphingeschwängerte Schweißperlen tropften schon vor dem Konzert auf das erwartungsvoll wartende Publikum herunter. Also Wetter gut, Stimmung gut, das Konzert seit Wochen ausverkauft und das Atomic dementsprechend proppenvoll. Die Vorband mit dem irritierenden Namen Travel Pussy, gut anzuhören und aus München, verkürzt die Wartezeit. Dann, hellwach und gut austrainiert, entert Maximo Park in gefühlter Lichtgeschwindigkeit die Bühne und der Sänger Paul Smith legt seine Präferenzen dar: \\"I'll do graffiti if you sing to me in French\\".

Als absolutistischer Frontmann steht Paul im Zentrum des Auftritts, sein legendäres rotes Notizbuch hat er mittlerweile gegen eine Melone ausgetauscht. Der Rest der Band bleibt dezent im Hintergrund, nur der Keyboarder Lukas Wooller haut meist einhändig in die Tasten während sich sein restlicher Körper auf ekstatische Entdeckungsreise begibt. Ein Glück, dass er die richtigen Töne trifft, sorgt das Keyboard doch, neben der Stimme Smiths, für den charakteristischen Sound der Band. Apropos Sound: perfekt, druckvoll, auf den Punkt und ohne Schnörkel - wer auf Improvisationen abfährt, wäre eh bei einem Jazzkonzert besser aufgehoben.

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