
15 Jahre Intro: Hamburg
Menschen, Tiere, Sensationen
27.11.2006, 19:33, Text:
Felix Scharlau, Foto: Antje Wentzien
[3 Kommentare]
24.11.06, Intro Intim Hamburg, Übel & Gefährlich. Bildergalerie.Schon ein erhebendes Gefühl, mit einer Intro-Veranstaltung nach Ewigkeiten und zum zweiten Mal überhaupt wieder in Hamburg gastieren zu dürfen. [Zur Erinnerung: Vor faktisch ungefähr zehn, aber gefühlten 1000 Jahren waren wir zuletzt mit einem Introducing vor Ort]. Erhebend – ein gutes Stichwort. Denn wir Kölner Landeier staunten nicht schlecht, nach Einlass in den klobigen Ex-Hochbunker erst einmal per Fahrstuhl in den vierten Stock gebracht zu werden, um endlich die Räumlichkeiten des wirklich sehr schönen Clubs „Übel & Gefährlich“ betreten zu können. So viel Dekadenz bietet hierzulande nicht mal der ebenfalls recht dekadente Kölner Dom – und der wurde immerhin in einer der teuersten Gegenden Kölns (direkt neben dem Hauptbahnhof) errichtet. Es lohnte sich übrigens, um wieder auf Hamburg zurückzukommen, den Lift schon sehr direkt nach Einlass gegen 21.00 Uhr zu nehmen. Denn wie lehrten uns Monthy Python einst? Genau: „No time, Toulouse“ oder eben doch „to lose“. Also: Eben noch beim Soundchecken, nach einem kurzen Backstage-Alibi-Besuch aber bereits kurz nach halb zehn auf der Bühne: die neuen Kanonen im Hause Indie, die aus Long Beach, California, stammenden Cold War Kids. Oder sollte es nicht besser heißen: „Cold! War! Kids!“? Sollte es. Denn: Lange nicht mehr gab es bei Intro Intim eine so überzeugende, mitreißende, energetische Performance von einer Band zu sehen, von der praktisch niemand im Publikum auch nur einen Song zu kennen schien. „First Time in Germany“, hieß es dann auch konsequent wie erfreut von der Bühne, das letzte Anzeichen für ein jetzt schon potentiell historisches Ereignis. Isaac Brock’sche Brüll-Melodik, scheppernde Percussion-Einlagen auf herumliegendem Crashbecken, mindestens vier hervorragende Stücke und überhaupt zu viel Leidenschaft, um diese Band als Opener des Abends zu verheizen. Was wir wie gesagt leider taten. Unser Fehler, aber der passiert uns nicht noch mal. Schwamm drüber. Genau das schien auch die Devise von Virginia Jetzt! zu sein, die folgten. Teppichgleich legte sich ihr Besinnungs-Pop über das mittlerweile gut gefüllte Rechteck vor ihnen. Auf Lärm und Energetik folgte hier Harmonie und Zerrüttung. Texte über Sehnsucht und Erfüllung, Liebe und Trauer. Schön.
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Helena 27.11.2006 | 21:12:05
Cold War Kids in Berlin gestern: Knaller. Und 60min lang. Mit John Lennon Cover als Zugabe. Ich bin noch ganz hin und weg.
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