Highfield Festival

Von Teenie-Attacken und Heimspielen

23.08.2006, 19:31, Text: Hendrik Heitbaum

18.-20.08. Hohenfelden (Thüringen), Stausee. Diesmal führte uns der Festivalguide-Mini-Treck also nach Thüringen. Bei der Anfahrt an den Thüringer Wald ächzte unser Sprinter gewaltig unter der Last der vielen Hefte, mit Tempo 50 + Anschieben schafften wir dennoch jede Steigung. Abends am Highfield-Gelände angekommen, erwartete uns dann ein malerischer Blick. Ähnlich wie beim Splash! Festival liegt auch hier das Festivalgelände unmittelbar an einem Stausee, der von bewaldeten Hügeln umrahmt wird.

Freitag Nachmittag ging's dann schon recht flott mit Indierock von den Trashmonkeys aus Hamburg und The Futureheads los. Erstere konnten wir dann auch gleich zur ersten Autogrammstunde an unserem Stand begrüßen. Direkt danach kamen die arschcoolen Eagles Of Death Metal - arschcool allein schon wegen ihrer Rocker-Outfits. Schon diese Jeans, die der Sänger trug... auf den umgeschlagen Säumen noch mal aufgestickte Applikationen von einemSchlagring und einem Revolver, dazu Schnauzbart und Tolle gesportet. So sieht man also aus, wenn man aus Joshua Tree, irgendwo im wüsten Westen der USA gelegen, kommt und mit Josh Homme (der leider nicht mit dabei war) zusammen in einer Band spielt.


Die Eagles spielten nach den epischen Broken Social Scene ein schönes Schweine-Rock-Set runter und brachten die Meute erstmalig zur Raserei. Derweil erlebten wir am Stand die erste Teenie-Attacke, als uns Panic! At The Disco beehrten. Die Autogramme der noch taufrischen Shooting Stars des DiscoRocks britischer Prägung waren heiß begehrt; wir alten Säcke wunderten uns sehr ob des Andrangs, den wir so gar nicht gewöhnt sind und beorderten Securities an unseren Stand, um den Ansturm zu kanalisieren. Live konnten die Jungs dann als erste Band nach Sonnenuntergang auch mit Cover-Versionen brillieren. So kam unter anderem \\\\\\\\\\\\\\\\\\"Karma Police\\\\\\\\\\\\\\\\\\" von Radiohead zu neuen Ehren.

Coheed And Cambria glänzten mit Riesenfrisur vom Sänger (Locken, Locken, Locken!) und einem bombastischen Sound zwischen Progrock, Metal und Indie. Zwischendurch hatte man das Gefühl, C&C seien die neuen Led Zeppelin. Mit \\\\\\\\\\\\\\\\\\"Hallo, Berlin!\\\\\\\\\\\\\\\\\\" starteten die Beatsteaks dann ihr Heimspiel beim Highfield. Der Moshpit kochte unfassbar heftig. Bei jedem Lied waren die Fans, die das einzige Konzert der Band im Jahre 2006 sahen, voll da. Und nicht wenige drückten nach der Show ein Tränchen weg, als \\\\\\\\\\\\\\\\\\"Hey Du!\\\\\\\\\\\\\\\\\\", die Punker-Ballade aus dem Musical \\\\\\\\\\\\\\\\\\"Linie 1\\\\\\\\\\\\\\\\\\", als letzte Zugabe gespielt wurde.



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