
Immergut 2006
Ein Familientreffen
08.06.2006, 10:34, Text:
Eva Lohmeyer
26./27.05.06. Neustrelitz. Es war wieder einmal soweit. Das alljährliche Familientreffen am letzten Wochenenden im Mai in Neustrelitz hatte begonnen. Allerdings sahen die Wetterprognosen für das diesjährige Immergut Festival alles andere als vielversprechend aus. Und die Versuche des sonnen- und sonnenbrand verwöhnten Immergutpublikums mit Jubelrufen und Laolawellen die zaghaften Sonnenstrahlen zum Bleiben zu überreden, blieben vergeblich. Aber die Immergute Familie ließ sich davon natürlich nicht abschrecken. So trotzte das kleine Immergut-Maiglöckchen, welches als Logo durch die beiden Tage geführt hat, dem Wetter und strahlte an diesem verregneten Wochenende.
Trotz der immergut durchdachten Zeitplanstruktur, bei der die Bands abwechselnd auf 2 Bühnen spielen und so die Möglichkeit besteht, in den Genuß wirklich jeder Band zu kommen, habe ich mir meine Konzert Highlights herausgepickt. Das nur als Vorwarnung.
Am Freitagabend, bei der New Yorker Band Radio4, war ich leider noch damit beschäftigt, mein Igluzelt für die nächsten Tage sturmfest zu verankern. Aber ihr groovender Bass, der von der Hauptbühne bis zum Zeltplatz zu spüren war, stimmte mich schon von weitem in das hoffungsvolle Gefühl, vielleicht auch dieses Jahr wieder einen Konzertschatz, wie Monta oder MS John Soda aus dem Vorjahr, mit nach Hause nehmen zu können.
Art Brut waren schließlich mein Start in das diesjährige Immergut. Diese räumten gleich als erstes einmal alle Zweifel, ob sie Art Brut, Art Brüt oder gar Art Brü ausgesprochen werden, aus dem Weg. Eddie Argos, der charisamtische Sänger der Band, wiederholte während ihres Songs \\\\\\\\\"Top Of The Pops\\\\\\\\\" immer und immer wieder Art BrUt - Top Of The Pops, Art BrUt - Top Of The Pops... Sie hätten sich durchaus den Titel des Top of the Pops verdient, ihre kraftvolle noisige Rockshow zog sich durch ihren gesamten Auftritt, den der Schlagzeuger dazu noch komplett im Stehen absolvierte. Somit stehen sie ganz im Gegenteil zur Bedeutung ihres Bandnamens ganz bestimmt nicht als Außenseiter auf diesem Festival da.
Genauso die Yeah Yeah Yeahs, die es zu später Stunde und trotz Regen schafften, das gesamte Publikum mit ihrem Garage-Rock zu animieren. Frontfrau Karen O sorgte für einen regelrechten Wirbelsturm auf der Bühne. Von dem ich mich anschließend bei den beruhigenden Klanggebilden Gregor Samsas erholen konnte. Um dann den Konzertmarathon mit Phantom/Ghost, das 2 Mann Projekt von Tocotronic-Sänger Dirk von Lotzow und (u.a.) Superpunk-Keyboarder Thies Mynther, zu beenden.
1 | 2 | ... weiterlesen »
Artikel kommentieren
Mehr Infos
Kommentare
Artikel kommentieren - Mehr Forumsdiskussionen
Social Network Login

Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
NEUE TOURNEEN
- alles Neue

