
Pimp my Alkoholspiegel
Feedom, Mit - Köln, Gebäude 9, 29.04.05
02.05.2005, 14:31, Text:
Thomas Markus,
Thomas Markus
[5 Kommentare]
Unter dem Motto ‚Co-op meets Magnifique' wird zu einer Mischung aus Konzert und Party ins Gebäude geladen. Hauptakteure: die kanadische Wahl-Berliner-Supergroup Feedom, bestehend aus Peaches, Taylor Savvy und Gonzales und der Londoner Bowie-, George-Michael- und neuerdings auch Sugababes-Produzent Adamski. Die Kombination überzeugt, weshalb sich zur anberaumten Uhrzeit eine nicht zu verachtende Schlange vor dem Gebäude einfindet. Aber bei derart namhaften Party-Garanten ist das ja zu erwarten. Zunächst jedoch Mit.
Als Gonzales, Taylor Savvy und Peaches gegen 1.20 Uhr die Bühne betreten, wird im Publikum bereits gejohlt. Peaches schnallt sich mit 1a-Metal-Mimik und Stadien-Rock-Musiker-Handtuch auf der Schulter den Bass um und feuert das erste Riff ins Publikum. Gonzales, in Unterhemd und auch mit Handtuch, nimmt hinter dem Schlagzeug Platz und Taylor Savvy setzt sich hinter die Lapsteelgitarre. Feedom funktionieren folgendermaßen: ein prägnantes Riff pro Song, wahlweise aus einer frühen AC/DC-Ära oder von 80s Metal-Ikonen wie Twisted Sister, das unisono von Bass und verzerrter Lapsteelgitarre bis zum Äußersten wiederholt wird. Unterbrochen wird das Ganze nur durch minimale Breaks. Eine ziemlich wuchtige Sound-Wand, die da erzeugt wird. Die Umsetzung reduzierter Elektro-Tunes mit Heavy-Instrumentierung hat durchaus ihre Berechtigung, doch hinterlassen Feedom auf Dauer eher ein getrübtes Bild. Taylor Savvy hat durchgehend Probleme mit seinem Instrument, wofür nun keiner was kann, nur veranlasst das Feedom dazu, nach drei Stücken von der Bühne zu verschwinden. Das Publikum wird erstmal im Regen stehen gelassen. Keiner weiß, zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich nicht mal der Veranstalter, ob es überhaupt weitergeht. Waren die 17 Euro Eintritt für Adamski? Spielen Feedom nach langer Warterei immer nur 15 Minuten? Die Ersten verlassen verständlicherweise entnervt das Gebäude.
Nach einigem Hin und Her kommen sie dann doch zurück. Doch das eigentliche Manko von Feedom sind weniger die technischen Probleme, als viel mehr die mangelnde Versiertheit der Musiker, vor allem im Zusammenspiel. Die Riffs gehen ins Ohr, der erste Effekt ist demnach da, doch verliert das Ganze wegen schlecht improvisierten Breaks und der absoluten Redundanz schnell seinen Reiz. Feedom jammen auf niedrigem Niveau, könnte man meinen, und die Rock-Attitüde entschuldigt nicht alles. Einem Teil der Dagebliebenen gefällt es anscheinend dennoch und man schleudert in den ersten Reihen Kopf und Bein zu jedem neu angestoßenen Rockriff. Nur für Adamski reichen dann leider die Kräfte nicht mehr. Vielleicht hätte man die lange Vorlaufzeit an der Theke verbringen sollen, dann hätte man dem Ganzen wahrscheinlich mehr Enthusiasmus entgegenbringen können.
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textmarker 02.05.2005 | 14:57:16
yeah ey! next time mehr methode und moog was leiser - versprochen! =)
www.mitmitmit.de.vu
mme richardson 03.05.2005 | 08:51:31
der üble kampf an der kasse um karten stand in keinem verhältnis zur gebotenen show. oder diese farce steht in einem größeren zusammenhang, den meinereiner nicht versteht.
mit waren dafür wie immer doppelt sympathisch.
thatguido 03.05.2005 | 15:48:17
also ich wusste in etwa, was mich erwarten würde, war dann aber doch enttäuscht. bin nach zwei "songs" erstmal mit freunden zum kiosk (luft schnappen...) und dort auch ein weilchen beblieben.
mit waren ganz ok, aber will mir jemand erzählen, dass diese temposchwankungen des drummers absicht waren? waren sie?
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