
Die 19. WDR Rocknacht
Turbonegro, Garbage u.a. live
05.04.2005, 16:15, Text:
Ines Sundermann & Dirk Lücken,
Ines Sundermann & Dirk Lücken
03.04.05, Köln, Palladium
Nach gut 2 Jahren Pause gab es am vergangenem Sonntag endlich wieder eine 'WDR Rocknacht' zu Ostern. Diesmal im Kölner Palladium. 6 Bands aus gefühlten 1000 Jahren Rockmusik...
The Frames hatten scheinbar kaum unter dem guten Wetter und der recht frühen Startzeit des Gigs zu leiden. Na ja, sogar Steve Albini ist Fan dieser Band und hat bereits Mitte der Neunziger sein Interesse an einer Zusammenarbeit bekundet. The Frames bekamen regen Zuspruch, obwohl sich irgendwie abzeichnete, dass sich die Crowd wohl in Turbojugend- und Garbage-Fans aufteilte.
Immer noch mit dem alten Album von Mai'04 im Gepäck (Frechheit!) kamen dann The Zutons aus Liverpool.
Urge Overkill`s Anhängerschaft hatte wohl ihre Zivis nicht rechtzeitig informiert und deshalb keine Begleitung. Straighter Rock in tollen Glitzeranzügen, dennoch nicht ganz, was die Menge sehen wollte. Außerdem kam wohl dem Großteil der Gäste nur ein Lied bekannt vor, das vor geraumer Zeit als Filmscore genutzt wurde - wer weiß es? Welcher Film? Nach einem Platten vor Gericht-Termin und der Erkenntnis, dass man sich sympatisch genug ist, um gemeinsam nach Bier zu suchen - mit Glen Hansard (The Frames) vor der Bühne dann folgende Szene: Eine Mädchen erkundigt sich nach der Herkunft des Frames-Sängers und er gibt bereitwillig Auskunft - Irland. \\\\\\"Was? Du kommst extra aus Irland um Turbonegro zu sehen???\\\\\\" Na, vielleicht lag es auch an seiner kurz zuvor erworbenen Turbojugend-Cap…
Um sich vor den nahenden 2. Weltturbojugendtagen noch mal richtig warm zu spielen, waren wohl Turbonegro angereist. TJ-Jackenträger, Denim Girls und auch sonstige Freunde wilden Rumspringens rotteten sich zusammen, um einen großen tobenden Mob zu bilden. Großer Jubel und enthemmte Begeisterung. Es gab ein paar Stücke vom im Mai erscheinenden neuen Album 'Party Animals' und finally auch das lang geforderte 'I got erection' (Achtung, Turbofans, auch auf der neuen Platte wird wieder von dem Wort Gebrauch gemacht. Der Spaß ist also noch lange nicht vorbei).
Die wandelnde Demofrontreihe a.k.a. The (Int.) Noise Conspiracy knüpften direkt an und verzückten die immer betrunkeneren Fans mit ein paar Takten Turbonegro-Cover und der gewohnten Stageakrobatik von Dennis Lyxzèn.
Shirley Manson wusste dann wie üblich durch ihr bloßes Erscheinen die Blicke auf sich zu ziehen - dressed in black mit gewohnt kurzem Rock. Als Intro gab es die Jonny Cash Version von Trent Raznors 'Hurt' - sehr schön aber wo war noch der Bezug? Ihre Backingband Garbage verkam trotz des Wissens um deren musikalische Fähigkeiten und Historie zu nicht viel mehr als Statisten. Zu erwähnen ist noch, dass es bei Garbage eine recht markanten Erhöhung der Lautstärke gab, was einigen wohl sauer aufgestoßen sein mag. Die Turbojugend indes hatte mehr Interesse daran, dass die Theken nicht verwaisten - auch gut!....
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