
Kimya, Matt und Dina
Kimya Dawson & Schwervon live
17.03.2005, 14:50, Text:
Christian Steinbrink,
Christian Steinbrink
[12 Kommentare]
15.03.05, Gebäude 9, Köln
Um es gleich vorweg zu nehmen: Nein, Adam Green, heute ungemein erfolgreicher ehemaliger Bandbruder Kimya Dawsons bei den Moldy Peaches, kam an diesem Abend nicht auf die Bühne. Und das, obwohl einige vorschnelle Kölner Lokalmedien dies schon als heißesten Insiderhinweis des Tages angekündigt hatten, und auch sonst jeder Interessierte mit halbwegs intaktem Anschluss an die Außenwelt davon gehört haben wollte. Dementsprechend lag eine etwas unruhige Stimmung über dem Gebäude 9, sowohl beim überraschend zahlreich erschienenen Publikum wie wohl auch bei Dawson selbst: Waren die vielen Leute, war das große Aufgebot an Medienvertretern wohl nur deshalb gekommen, um die secret appearance vom großen Green nicht zu verpassen? Sowas kann einem passieren in Köln.
Zunächst kamen Schwervon, ein gemischtes Doppel aus New York, bestehend aus Nan Turner und Major Matt Johnson, auf die Bühne.
So smart, wie sich die Leute Schwervon gegenüber verhielten, blieben sie auch während Dawsons Gig. Man konnte wirklich mal stolz auf das Gebäude-Publikum sein. Denn jedes Ansinnen auf Rockstar-Sightseeing wäre bei diesem von Intimität und Freundschaft strotzenden Konzert fürchterlich deplaziert gewesen. Dawson mußte auf einen Auftritt in voller Bandbesetzung, mit der sie weite Teile ihrer tollen neuen Platte ‚Hidden Vagenda' eingespielt hat, verzichten. Sie kam allein mit ihrer Gitarre auf die Bühne und spielte ihre einzigartigen Songminiaturen, voll von Appellen und Geschichten aus der mal tragischen, dann wieder niedlichen, aber immer leicht wundersamen Welt der Kimya Dawson. Manchmal kam sie ein bißchen vom richtigen Tempo ab und verfiel in einen fast schon stakkatohaft gehetzten Gesang. Aber selbst dieser Umstand unterstrich nur noch, wie unmittelbar, wahrhaftig und humorvoll die Frau mit der Hasen-Schminke im Gesicht auf und neben der Bühne ist. So nahm sie es auch nicht tragisch, dass Steven Mertens, Bassist bei The Gnomes, seinen Autritt verpennte und erst deutlich verspätet zu ihr auf die Bühne kam, um sie für ein paar Songs mit zarten Percussions zu unterstützen. Am Ende fand sich dann, von Dawson animiert, ein bunter Reigen aus Zuschauern und befreundeten Musikern auf der Bühne ein, tanzte und verbreitete so einen innigen, leicht hippiesken Vibe. Und das, was sonst nur schwer zu ertragen ist, war hier, beim Konzert der einzigartigen Kimya Dawson, sehr passend und sehr wahr.
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Fevers and Mirrors 17.03.2005 | 15:32:12
meg und jack sind "groß gewordene new yorker"? schau nochmal nach...
Christian Steinbrink 17.03.2005 | 16:47:03
Die guten Militanten
Richtigstellung: Die Band "The White Stripes" kommt aus dem Südwesten von Detroit. Entschuldigung.
Felix Scharlau 17.03.2005 | 16:59:14
Mobilfunk deutlich teurer
Verdammt, Christian! Welcher Depp hat den diesen Text redigiert? Wie bitte? Felix wer? Achso. Na, ist ja bei genauerer Betrachtung nicht so schlimm, dieser Flüchtigkeitsfehler.
Fevers and Mirrors 17.03.2005 | 21:54:38
:-)
ansonsten aber (wieder mal) schöner artikel
Christian Steinbrink 18.03.2005 | 23:30:36
Die guten Militanten
Und der Typ von Schwervon heißt Major Matt MASON... so langsam wird's peinlich... man entschuldige.
Lilly 19.03.2005 | 20:39:58
was bedeutet denn eigentlich schwervon?
3d 20.03.2005 | 02:45:14
wahrscheinlich sowas wie schwervon capiche;)
prozac 24.03.2005 | 12:31:47
Ich muss gestehen, dass ich Dawsons Auftritt (in Kassel) alles andere als gelungen fand. Die Songs und die Instrumentierung waren einfach zu dünn, nicht tragfähig genug. Und dazu lediglich eine Art Sprechgesang. Das hat nicht gereicht, gute Texte und ein sympathisches Auftreten allein sind nicht genug.
Dementsprechend wurde es im Saal mit zunehmender Konzertdauer leerer und lauter. Übrigens ganz im Gegenteil zum Schwervon-Auftritt, der sehr gelungen war und viel Anklang fand.
JC 24.03.2005 | 16:57:07
swerve on = schwervon
Blumfeld 24.03.2005 | 19:46:31
wie kann soetwas denn "sehr
wahr" sein?
Schlüter Zwei 26.03.2005 | 03:31:49
Blumfeld wüßten das...
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