
Hip, Hop, Polizei
Viel Action beim Intro Intim mit Roots Manuva
14.03.2005, 16:51, Text:
Jakobs,
Sundermann & Luecken,
Jakobs,
Sundermann & Luecken
[9 Kommentare]
12.03.05, Köln, Gebäude 9
Eines vorweg, wir waren gleich mal ausverkauft. Dementsprechend viele Leute stapelten sich vor der Türe und durften nicht rein. Am Eingang war der Ausnahmezustand eingekehrt. Dubiose Menschen mit den dubiosesten Ausreden und Tricks versuchten verzweifelt sich Einlass zu verschaffen. Intros Jury hat gevotet und der erste Platz geht an das äußerst befremdliche \\"Meine Freundin musste erst noch ins Krankenhaus, sie hatte einen Knoten in der Brust!\\", dicht gefolgt von dem noch zweifelhafteren \\"Wir kommen extra aus Bulgarien oder wie heißt dieses andere \\"garien\\" - Ungarien? - Alder weiß nich…\\".
Munk, aka Matthias und Jonas (die beiden Gomma -Chefs), boten einen Live-Einblick in das bereits 2004 erschienene erste Album 'Aperitivo'. Harte Arbeit, denn die Erwartungshaltung im Raum fokussierte doch arg in Richtung Roots Manuva und der Raum füllte sich immer bedenklicher. Einige TänzerInnen hatten es da schon recht schwer, den nötigen Raum zu finden.
Roots Manuva bereitete sich derweil Backstage mit seinem Gefolge auf den Auftritt vor. Die Leute sprechen ja immer wieder vom vergessenen, verkauften oder sonstigem Englischem HipHop - alles Quatsch und heute kein Thema - \\"The Movement\\" moved on. Der Thekenraum ist plötzlich wie leergefegt und der Konzertraum umso voller. Es tropfte hübsch von der Decke, als Roots Manuva die Bühne in Beschlag nahmen, um sofort der Euphorie zum Dammbruch zu verhelfen. Wer sich mittendrin wähnte, wurde einfach mitgerissen. Brav die Arme in der Luft - so hatten auch alle gleich mehr Platz.
O-Töne zum Roots Manuva fielen im Nachhinein recht ekstatisch aus. \\"War einfach geil!\\" oder \\"Musik muss man einfach fühlen!\\", und wer nicht da war, der hat halt was verpasst. Was soll man dazu noch sagen? Bei also tropischen Temperaturen spielten die Roots das Gebäude in den Wahnsinn und zogen ihre Show einfach gigantisch und somit auch Fan-freundlich in die Länge.
\\"I'll slap the bacon out your mouth, dance upon your sarnie Rolling with Jah bredren dem, God-blessed army...\\"- gesagt, getan, die Army erschien.
Hier kommt dann die Sache mit der Polizei, denn unversehens wurden wir Opfer der Aktion Winter Check. Während Roots Manuva den letzten Song spielten, sahen wir uns von Ordnungsamt und Polizei umzingelt. Sie schienen überall zu sein und gaben an, nach Minderjährigen zu suchen. Während die Polizei den Backstage auseinander nahm, taggten die Jungs von der HipHop-Fraktion derweilen im Vorbeigehen rasch die Einsatzwagen und garnierten die Karosserie zudem hübsch mit ein paar Aufklebern. Deren Aussage war eindeutig: \\"Wir hören erst mit der Scheiße auf, wenn die Scheiße aufhört!\\". Na denn: HipHop Hoorray!
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Alder 14.03.2005 | 19:28:38
bei der nächsten konzertreview bitte angeben wo das ganze stattgefunden hat. thanks.
brotvielfalt 14.03.2005 | 20:25:40
Flitzpiepe
Tippe mal auf Köln, da war's nämlich defintiv zu voll. Daher bin ich auch früher abgehauen und habe die Bullen-Action verpasst.
Carsten Schumacher 14.03.2005 | 20:31:53
Yep, Köln (sorry, vergessen).
Klangjunge 14.03.2005 | 20:35:29
Berlin war sehr cool... da hat von uns nämlich niemand mit gerechnet, daß es auch ohne Deichkind so ein gelunger und voller Abend wird. Und wir haben echt gestaunt, daß es einen HipHop-Act der an die zwei Stunden lang rocken kann...
Ansonsten wird man bei HipHop-Konzerten eher mit 45-60 Minuten abgespeist.
3d 15.03.2005 | 05:19:30
..dass es ohne deichkind rocken kann?alter!
wabustripu 15.03.2005 | 08:24:54
die roots waren auch da?
Carsten Schumacher 15.03.2005 | 15:36:10
Go, Legendenbildung, go!
3d 16.03.2005 | 05:54:41
tz tz
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