Intro Intim für alle!

Jack Adaptor, Maximo Park & Feeder live

11.02.2005, 17:41, Text: Intro Allstars, Intro Allstars
[4 Kommentare]

11.02.05, Köln, Gebäude 9

\\\"Wundert euch nicht, die Leute vom WDR werden das Gebäude von außen ausleuchten, da stehen dann so ein paar schwere Scheinwerfer vor dem Haus\\\", hatte uns unser Fachbereichsvorsitzender TV/PR gewarnt. Die Indie-Kids und wir staunten allerdings nicht schlecht, als Übertragungswagen und Konzert-Location vor Ort dann um die Vorherrschaft im Größenverhältnis stritten. Dreimal über Stative gestolpert und schon drinnen - jetzt hindert nur noch die Theke am Betreten der eigentlichen Spielstätte. Jack Adaptor füllen da gerade das Haus. Die Band ist zu fünft gekommen, obwohl sie beim Bau ihrer Platte 'Jack Adaptor' doch auch nur zu zweit waren.

Schluss mit der Produzenteneinsiedelei, die Verbindung von Computer und Gitarre wird gefeiert und zwar unter ausufernder Freude. Der auf Platte oft durch schräge Konstruktionen verschachtelte Pop wird hier road-reif straight ausgelebt. Mit Sängerin zur Unterstützung. Die Band scheint sichtlich erleichtert, endlich mal abseits der Londoner Szene aufspielen zu dürfen.

Noch feierwütiger sind da nur die mit Spannung erwarteten Maximo Park - aktueller Indie-Hype No.1. Noch bis Mai müssen wir warten, bis Maximo Parks erstes Album 'A Certain Trigger' veröffentlicht wird. Schön, dass wir sie für Intro Intim bereits jetzt bekommen konnten. Übrigens, für ihre ersten beiden Deutschland-Konzerte überhaupt. Schon aus dem diesig-verkaterten Berlin sind noch Donnerstag-Nachmittag Informationen durchgesickert, dass sich die Band nach einem herrlichen Mittwochs-Gig dort (über 50 anstatt der ursprünglich 30 geplanten Auftrittsminuten) übel zugerichtet hätte. In Wahrheit wirken die Boys aus Newcastle mittags im Kölner Hotel relativ aufgeräumt. Zumindest die 80 Prozent der Band, die es zum Interview geschafft haben (Der fehlende Rest gibt später lapidar \\\"Wodka\\\" als Antwort auf die Frage, warum er denn nicht da gewesen sei). Zum eigentlichen Geschehen: Vom ungewohnten WDR-Fernsehaufnahmen-bedingten Licht im Gebäude 9 unbeeindruckt, zaubern Paul Smith und Kollegen gegen 22 Uhr fast zur Gänze ihr kommendes Album in den Zuschauerraum, der es dankbar und von Song zu Song euphorischer aufsaugt. 'Tight' ist gar kein Ausdruck für die Performance der Band, die im Interview nicht müde wurde zu betonen, Rhythmus sei ihnen genauso wichtig wie Melodie. Tatsächlich: Jenseits all der catchy Hitseligkeit geht das hier auch ganz schön nach vorne. Und die Menge mit. Auch wenn die meisten lediglich die Smash-Singles 'The Coast Is Always Changing' oder maximal 'Apply Some Pressure' kennen. Der Band gefällt es. Nach einer Zugabe und dem Beteuern, es gehe wegen gestern (\\\"one or two drinks after the show\\\") nichts mehr, wird 'Tschüss' gesagt. Allerdings nur, um dann schnurstracks in den vorderen Teil des Gebäudes zu verschwinden, um mit allen, die wollten beim Kölsch über diverse Sujets wie Newcastle, Music, Strokes und weiß der Henker was zu plaudern (herrlich, diese jungen Wilden!).

Nach den Newcomern Maximo Park verzaubern die bewährten UK-Rockgiganten Feeder unser Publikum mit der vorerst einzigen Live-Darbietung ihrer neuen Platte 'Pushing The Senses' hierzulande. Das Publikum wibbt verzückt im Takt, trinkt mit einem vergnügten Grinsen das letzte Bier zu den verträumten, eingängigen Songs. Manche ringen zwischendurch im vorderen Areal nach Frischluft, kommen aber immer wieder, um zu den großartigen Refrains die Arme in die Luft zu strecken (derweil an der Bar die aberwitzigsten Diskussionen laufen, ob die Wahl-Londoner nun streckenweise an die Get Up Kids erinnern oder nicht). \\\"Es klingt vielleicht etwas schizophren, aber mir macht es Spaß, den einen Abend vor 400 Leuten in Köln zu spielen und ein paar Tage später vor 12.000 in der Wembley Arena\\\", hatten sie uns im Vorfeld ja in die Feder diktiert. Als sie am Nachmittag also tatsächlich vor der Spielstätte standen, wurde ihnen erst richtig klar, wie schizophren. So schizophren, dass sie eben selber lachen mussten. Clubgigs können halt auch ein Luxus sein. Für uns allemal.

Ausgestrahlt wird das alles übrigens in der Nacht vom 03. auf den 04. April ab 1:00 im WDR Fernsehen!

Abschliessend noch eine wichtige Bitte: Bei diesem Intro Intim wurde der Band Jack Adaptor eine Bassgitarre geklaut. Es handelt sich um einen schwarzen Musicman Stingray mit 3-Band-EQ und Rosenholz-Hals. Das Modell ist von 2003 und kann auf Bild 6 unserer Galerie bewundert werde. Alle Hinweise zum Verbleib des Instruments bitte an uns!



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  • User: sweetness
  • sweetness 11.02.2005 | 20:10:22

    fotos auf www.koelnpop.de

    ich fnd's super!!

  • faster23 12.02.2005 | 14:11:11

    Voll egal ob den Zecken ein Bass fehlt. Sollen sie sich doch von Universal einen neuen kaufen lassen.

  • ogerman 12.02.2005 | 16:03:19

    wiso Universal?

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