
Waiting for Karen O
Yeah Yeah Yeahs live
23.04.2004, 17:50, Text:
Jakob Süß,
Jakob Süß
[3 Kommentare]
22.04.04, Köln, Bürgerhaus Stollwerck
Die Yeah Yeah Yeahs sind eine der Bands, bei denen sich die Erwartungshaltung vor einem Konzert schon mal Wolkenkratzerhoch auftürmt, was nicht zwangsläufig an der New Yorker Herkunft des Trios liegen muß. Schon eher am letztjährigen Debütalbum 'Fever To Tell' und der zuvor veröffentlichten EPs.
In dieser Stimmung verleibte sich eine illustre Besucherschar vor dem Bürgerhaus Stollwerck das letzte Büdchenbier ein und man merkte gleich den Willen der weiblicher Konzertgänger zum New York Style: Verschiedenfarbige Strümpfe, zerrissene, schief sitzende Tops, Unterarmtatoos.
Drinnen musste man sich auf die Yeah Yeah Yeahs allerdings noch ein wenig gedulden.
Die zweite Vorgruppe The Locust, mehr oder weniger lustig verkleidet als Vollkörper-Tampons, bombardierte die geduldige Zuhörerschaft mit aufreibenden 40-Sekunden-Noise-Attacken.
Derart strapaziert freuten sich Ohren und Augen auf Karen O und ihre beiden Mitstreiter. Yeah! Endlich! Extase! Die Frau rennt auf die Bühne, reißt das Mikro vom Ständer, ihre Mütze vom Kopf und schreit, singt, springt und schüttelt ihr Haar. Oh wildes Mädchen. Die hat ja so ein süßes Lächeln. Dann: erste Ernüchterung - der Sound eher breiig, die Songs nicht halb so hinreißend wie auf Platte, selbst das erste Highlight 'Date With The Night' ist nur mit Mühe zu identifizieren. Also weiter nach vorne, näher an die Bühne um sich von der Tanzcrowd eine Scheibe Begeisterung abzuschneiden. Das hilft. Karen versenkt ihr Mikro ganz tief im Rachen und brüllt dabei aus Leibeskräften. Respekt! Und als dann in der Zugabe nach minutenlangem Basslinegeschrammel endlich 'Miles Away' aus den Boxen bricht, ist alles vergeben und vergessen.
\\"Yeah miles, miles away / She's hurting people in a better world / Miles, miles away\\"
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Jeffrey Kubiak 23.04.2004 | 20:31:20
na, von schlechtem Sond kann ich ncihts berichten, der war eigentlich doch sehr gut, es klang beinahe wie auf Platte, nur eben etwas weniger kontrolliert und mit leichtem Feedback versetzt.
Dagegen war ich von Karens Live-Stimme enttäuscht. Erst dachte ich, sie wäre heiser, da meist nur ein einziges, tonloses Gekrächze zu hören war. Aber stellenweise hat sie aber dann doch "richtig" gesungen und das klang gut. Die leidenschaftliche Show und vor allem die überragend guten (beiden) Musiker haben aber alles wettgemacht.
Daniel Decker 23.04.2004 | 20:41:06
Scheiße Entrance waren Support und ich habe es verpasst? :'-(
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