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Prägende Frauen hinter #MeToo

Das Time Magazine kürt die »Person(en) des Jahres«

Den Titel der »Person of the Year« des Magazins Time teilen sich sechs mutige Frauen, die sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen in diesem Jahr wieder zum Thema in der Öffentlichkeit gemacht haben.
Geschrieben am
Am Ende jedes Jahres bringt das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Time immer eine Sonderausgabe mit dem Titel »Person of the Year« heraus. Die diesjährige Ausgabe schmückt keine Person in einer politischen Machtposition, wie zuvor Donald Trump oder Angela Merkel, sondern gleich  sechs Frauen. Mit der mexikanischen Feldarbeiterin Isabel Pascual, Schauspielerin Ashley Judd, Sängerin Taylor Swift, Software-Entwicklerin Susan Fowler und der Lobbyistin Adama Iwu handelt es sich dabei um fünf ganz unterschiedliche Frauen. Sie stehen stellvertretend für alle »Silence Breakers«, also für die Personen, die das Thema des sexuellen Missbrauchs wieder an die Öffentlichkeit gebracht haben. Die sechste Person auf dem Cover ist im Bildrand abgeschnitten, sie symbolisiert alle anderen Menschen, die sich getraut haben, ihre Geschichten zu erzählen.

Ashley Judd hatte gemeinsam mit anderen Frauen den Fall Harvey Weinstein öffentlich gemacht, Taylor Swift setzte sich gerichtlich gegen einen Radiomoderator durch, der sexuell übergriffig war und Susan Fowler trat öffentlich gegen die sexistische Unternehmenskultur bei Uber ein. Sie haben nicht nur das Schweigen gebrochen, sondern auch eine Bewegung ins Rollen gebracht, die dieses Jahr geprägt hat. »Die mitreißenden Handlungen der Frauen auf unserer Titelseite gemeinsam mit hunderten anderen sowie vielen Männern haben eine der schnellsten Veränderungen in unserer Kultur seit den Sechzigerjahren freigesetzt«, bekräftigte Chefredakteur Edwar Felsenthal die Entscheidung für das diesjährige Cover.   

Unter dem Hashtag #MeToo haben Millionen Frauen auf der ganzen Welt ihre Erfahrungen mit sexuellen Übergriffen geteilt. Dass es diese Fälle gibt, ist eigentlich keine Neuigkeit, die öffentliche Debatte in diesem Jahr war allerdings besonders. Durch die Masse an Frauen, die sich beteiligt haben, wurden immer mehr Menschen ermutigt, ebenfalls ihre Erlebnisse zu teilen.

So ist der Titel der Times zwar einerseits eine großartige Ehrung der Personen, die das Thema wieder in die Öffentlichkeit getragen haben. Auf der anderen Seite bleibt aber auch der bittere Beigeschmack, dass diese Debatte 2017 überhaupt noch geführt werden muss. Der Kampf um Gleichberechtigung ist noch lange nicht abgeschlossen. Das macht es umso wichtiger, jetzt am Ball zu bleiben, den fünf Cover-Frauen, den »Silence Breakern«, nachzukommen und das Schweigen ein für alle mal zu beenden.
Im untenstehenden Video sind Frauen und ihre Geschichten zur #MeToo-Bewegung vom »Time«-Magazin portraitiert. 

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