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Die Tomatensoße

Rezepte der Popküche: »Good Fellas«

Eine Tomatensoße kann nur in Konkurrenz zu anderen Tomatensoßen bestehen. Aber das »Dinner in Prison« aus »Good Fellas« ist unsere liebste Tomatensoßen-Kochszene. Spoiler: Dieses Gericht ist für Vegetarier und Veganer nicht geeignet.
Geschrieben am
Wenn es im Kino um die italienische Mafia geht, steht die Familie im Mittelpunkt. Francis Ford Coppola verwandelte mit seiner »Der Pate«-Trilogie das Bild der blutsverwandten Schicksalsgemeinschaft in ein laufendes Ölgemälde. Was hält eine solche Sippschaft zusammen außer Blut? Natürlich Pasta, Fleischbällchen und die passende Tomatensoße. An einer Stelle der Geschichte erklärt Clemenza (Richard S. Castellano) Michael Corleone (Al Pacino), wie die Tomatensoße richtig zubereitet wird – aber was heißt schon richtig? Vielleicht erinnert sich noch jemand an Daft Punks »Revolution 909«-Clip mit sämtlichen Details zum Nachkochen, da wird sie ganz anders gemacht.
  
Natürlich ist es so, dass jeder Koch und jede Köchin, jeder Film und jede Familie ein eigenes Rezept besitzt. Martin Scorsese zeichnete 1990 in »Good Fellas« nicht nur ein drastischeres Bild des Mafia-Clans, als Coppola es 1972 getan hatte, es gibt auch eine andere Soßen-Philosophie. In »Good Fellas« erscheint die Familie als ein Haufen skrupelloser egoistischer Konkurrenten. Was bleibt, ist die Liebe zur Pasta. Für eine Weile scheint der Knast die Männer gleich zu machen, sie bilden in der Zelle eine Kochgemeinschaft.
In der berühmten »Dinner in Prison«-Szene erklärt Henry Hill (Ray Liotta) Paulies (Paul Cicero) »wundervolles System«. Paulie schneidet die Knoblauchzehen mit der Rasierklinge in hauchdünne Scheiben, sodass sie sich im Öl gänzlich auflösen. Zwiebeln, Tomaten, Fleisch, fertig. Uneinigkeit herrscht unter den Gangstern nur bezüglich der Anzahl der Zwiebeln und der Dosentomaten. Dass große Fleischmengen von diversen Tieren in den Topf gehören, steht für alle fest. Ebenso, dass alle Romantik der Szene von folgender Gewissheit überlagert wird: Nicht nur Liebe, womöglich auch die nächste Kugel geht durch den Magen.

Verantwortlich für die Gerichte, die in »Good Fellas« aufgetischt werden, war übrigens Martin Scorseses Mutter. Was man als Zuschauer, Hobby-Mobster und -koch außerdem von der Familie Scorsese lernt: Ob Soße oder Nudeln – immer gut umrühren!
Bild: Christine Rudi
Zutaten für eine ganze Zelle:
6 Zwiebeln, geschält und gewürfelt
75g Raps- oder Olivenöl
Ein Teelöffel Salz
300g Rindfleisch
300g Schweinefleisch
300g Kalbfleisch, in Würfel geschnitten
250g Rinder- oder Hühnerbrühe
10 geschälte Knoblauchzehen
100ml Weißwein
150g passierte Tomaten
750g gehackte Rispentomaten oder eine gleiche Menge Dosentomaten
Eine ordentliche Prise schwarzer Pfeffer


Und so geht’s:
Knoblauch in der Pfanne im Öl zerschmelzen lassen
Zwiebeln und Fleisch anbraten

Bild: Christine Rudi
Bild: Christine Rudi
Tomaten hinzufügen und kurz mitbraten
Mit Brühe abgießen und passierte Tomaten hinzufügen
Fleisch und Weißwein hinzufügen

Bild: Christine Rudi
Mit Gewürzen abschmecken
Köcheln lassen und umrühren, je länger desto besser
Bild: Christine Rudi

Martin Scorsese

Good Fellas [Blu-ray]

Release: 22.06.2007

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