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Nils Schlechtriemen gegen Katzen

Nils Schlechtriemen zerkratzt den Internetfame von Grumpy Cat und Co. und verbeißt sich im ach so fluffigen Fell der Endgegner in Sachen Niedlichkeit. Wer sich also schon immer fragte, ob man einer Katze böse sein kann, findet hier eine deutliche Antwort.
Geschrieben am
Spätestens seit der digitalen Etablierung des Memes als kleinstem Bewusstseinsinhalt einer Idee sind Katzen der Shit im Netz und einfach nicht totzukriegen. Warum eigentlich? Außer zu schnurren, an übersichtlichen Ecken rumzugammeln und pausenlos mit einem Käsehobel das eigene Fell zu kämmen bringen diese arroganten – pardon: charakterstarken – Vierbeiner kaum etwas zustande. Trotzdem sind digitale Inkarnationen wie Nyan Cat, Keyboard Cat und Grumpy Cat Publikumslieblinge und besitzen bereits eigene Produktlinien, die erfolgreich vermarktet werden – vom Kühlschrankmagneten über Lampenschirme bis zum feschen Plastikfingernagel. 

Doch vielleicht sind es gerade ihr Hang zum Opportunismus und ihre Scheißegal-Mentalität, die sie zu den Stars einer Netzkultur der ewig Unbeteiligten machen. In Zeiten zunehmender Zerstreuung treffen Garfields Erben scheinbar einen Nerv, der vielleicht lieber im kulturellen Fleisch verborgen geblieben wäre. Was ist gewonnen, wenn ich mir nach einem langen Tag etwas Gutes tun möchte, aber auf allen Kanälen Katzen mit Hitlerbärtchen sehe, die irgendein Ass natürlich »Kitler« taufen musste? Schlimmer ist Felis silvestris catus nur in natura: Ihre Fortpflanzung ist geprägt von schmerzhaften und deshalb extrem lauten Techtelmechteln am nächsten Stromkasten, ihre Nahrungsaufnahme durch die weitestgehende Abstinenz eines Kauvorgangs, ihr Gebaren durch Kratzen und Beißen – dann wieder ist die Katze uns Menschen wahrscheinlich ähnlicher, als mir lieb ist. Aber statt die Krallen auszufahren, kann man sich zur Beruhigung ja auch einen Grumppuccino® gönnen.

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