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ESC

25 Dinge, die ich beim Eurovision Song Contest-Vorentscheid gelernt habe

Reporterin, Chronistin, Fotografin, Kobold? Jule Müller kann alles. Auch ESC. Vor allem ESC. Hier schildert sie uns Menschen, was wirklich bei der Primetime-Nummer geschah.
Geschrieben am

01 Hannover – der Osten des Westens – empfängt mit architektonischem Charme. Vor lauter Touristen und Szenegängern findet man kaum die TUI Arena. Im Hotel Pro Biergarten gibt es zurzeit das Frischgezapfte für 3,10€.

 


02 Das Erste begrüßt mich herzlich. Zwischen zwei Mülltonnen schlürfe ich meine erste heiße Glasnudelsuppe des Abends.

 


03 Die Deutsche Post hat auch einen Stand in der TUI Arena. Ich kaufe einen Zehnerblock 58-Cent-Briefmarken. Als Give-Aways verteilen sie Brezeln und Feuerzungen-Bowle. Nett!

 


04 Der Aufheizer »mit der Kackfrisur« (O-Ton: die Kackfrisur selbst) wünscht sich eine farbfernsehgerechte Haltung des Publikums. Er hat eine Kackfrisur. Ich bin schon jetzt auf einem Auge blind.

 


05 Anke Engelke betritt die Bühne in einem roten Abendkleid. Während sie, wartend auf ihre Anmoderation, das Ende der Tagesschau anhört, starren die 11.001 Besucher der TUI Arena auf ihren Hintern. 
 
06 Danach fegen 30 Männer, von den Kameras unerfasst, mit handelsüblichen Besen die Bühne. Sind das schon LaBrassBanda?
 
07 Die Schwedin Loreen eröffnet das musikalische Abendprogramm mit einem Sack bekleidet. Sie stellt pantomimisch die Geburtszene aus König der Löwen dar, während sie den Song von Cascada performt.
Fun Fact: Unter Loreens Perücke versteckt sich die äußerst wandelbare Anke Engelke. Bestimmt. 
 
08 Den Eurovision Vorentscheid verfolgen live vor Ort ausschließlich Durchschnittsdeutsche. Sie tragen Federboas, Filzhüte und wiederverwertete Deutschland-Blumengirlanden von der WM 2010. Sie klatschen bei jedem Song, aber nur in der ersten Minute. Danach tippen sie irgendwas auf ihrem Handy oder popeln in ihrer Nase.

09 Bei den Priestern ist der Teufel los. Während die knochige Sopranistin versucht, Gläser zu zersingen, gehe ich aufs Klo. Jurymitglied Roman Lob nutzt die Chance, um eine zu rauchen. Wir nicken uns wissend zu. Wir machen es wie der Papst: gehen, wenn’s am schönsten schlimmsten ist.

 


10 Den Autogrammjägern ist alles egal. Sie nehmen dankend auch den Friedrich Wilhelm vom Gitarrenkofferträger von den Blitzkids ihrem Cousin entgegen. 
 

11 Die Söhne Mannheims sind ohne Xavier nichts wert.
»Wer ist das gerade? Seeed?«, höre ich in der Reihe vor mir. Ich kläre sie auf: »Das sind Culcha Candela«. 
 
12 Bei Finn Martin ist die Kloschlange besonders lang. 
 
13 Jennifer Rostock sollten sich dagegen aussprechen, dass Fans bei ihren Konzerten LaBrassBanda-T-Shirts tragen. Stringenz muss sein!
 
14 Cascada wurde in ihr Kostüm genäht. Dann stolperte sie in einen Haufen Strasssteine. Auf der Toilette blieb eine zerfledderte Rolle Klopapier an ihrem Hintern hängen. Ihr Management hat sich nicht getraut, es ihr so kurz vor dem Auftritt zu sagen. Shit happens. 

 


15 Die Acts sind endlich durch. Ich nehme die Ohrstopsel wieder raus. Das Zuschauer-Voting läuft fröhlich weiter, während schon die Ergebnisse der Radiovotings aus der Vorwoche verkündet werden. Schiebung! 



16 Egal welche Brille Tim Bendzko trägt, er wird immer aussehen wie die lockige Lesbe von nebenan.
 
17 Anstelle dieser Jury kann man auch gleich Detlef D. Soost oder ‘ner Kuh das Votum überlassen. Es kommt nur Mist raus.

18 Deutschland hat gewählt. Das größte Übel gewinnt. Noch während der Siegerperformance verlasse ich wie viele andere den Saal und weiß nun: Die dicksten Bauern gewinnen die dümmsten Contests.

 


19. Es gewinnen nicht immer die mit den dicksten Möpsen.

 


20. Für die Aftershowparty braucht man kein Bändchen. Brauchte man noch nie – weder beim Echo, noch beim BuViSoCo, noch hier. 

 


21. Man sollte den Lichttechnikern niemals Funkgeräte geben. Denn außer privaten Storys und Furzen haben sie nichts zu melden. Licht aus.

 


22. Kloweisheiten: Wenn man sein Leben lang beim Pinkeln presst, bekommt man Probleme mit der Prostata.
 
23. Entgegen anderslautender Meinungen funktioniert der Zaubertrick, bei dem man galant die Tischdecke unter Gläsern wegzieht niemals. Niemals!
Ich bräuchte bitte mal einen feuchten Lappen und ein paar Dutzend Pflaster. Schnell!

 


24. Um 7 Uhr morgens endlich wieder möglich: »Saturday Night Fever« reitend auf Ben Ivory und mit cooler Cro-Maske. Sind wir noch auf Sendung?

 


 25. Und zum Schluss lernte ich: An das Fenster des Zimmers 105 im Hotel Opal kann man nicht klopfen, ohne die Einfahrt zu zerhauen. Mein Handycode lautet 8316. Gute Nacht.

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