»Blunderbuss«
Die Donnerbüchse auf der Retro-Schiene: der Garagenblues der White Stripes in voller Fahrt Richtung Southern-Rock-Regression. [mehr]
»Ursprung«
Ursprung, das neue Projekt von Stephan Abry und Pantha Du Prince, schafft neue Freiräume zwischen Krautrock und improvisierter elektronischer Musik. Dass die Ränder dabei ausfransen, ist so gewollt. [mehr]
»The Temper Trap«
Als Einwegmusik für den Augenblick ist dieses Album echt ganz okay. [mehr]
»There’s No Leaving Now«
Der Herzensbrecher im Feinripp-Unterhemd mit dem Schwedenakzent gibt sich etwas zurückhaltender und verträumter. Die Catchiness der Songs hat dafür leider ein wenig gelitten. [mehr]
»A Young Person’s Guide To Superpunk«
Wir werden euch vermissen, Jungs. Wer konnte denn sonst schon aus den Sorgen der Boheme und dem Zauber von Hartz IV so würdevolle Songs schnitzen? Und das alles auch noch derart lässig, verschmitzt und versiert. [mehr]
»Cactus Versus Brezel«
»Diese Musik hört sich an wie ein Rasenmäher, wie ein Rasierer, wie eine Kreissäge, wie eine Zahnarztpraxis«, singt Françoise Cactus auf dem neuen Album von Stereo Total. [mehr]
»Ufabulum«
Nach einem etwas kruden Sidestep auf Ed Banger Records macht Thomas Jenkinson dort weiter, wo er seit den mittleren Neunzigern eine gewisse Monopol-Stellung besetzt. [mehr]
»The Garage«
Slagsmålsklubben machen 8-Bit-Rave für Vollgetankte und ADHS-Gestörte und beweisen Gespür für große Melodien und abstrakte Geräusche. [mehr]
»Hair«
San Francisco dreht auf. Zusammen mit Tim Buckley (White Fence) packt Ty Segall alte Sound-Reliquien der Stooges und Konzeptpunk à la Devo auf den Tisch, poliert das Ganze – und drückt danach noch seine Zigaretten darauf aus. Na danke. [mehr]
»Sequencer Liebe«
Die Songtitel der keyboardseligen Instrumentalschlacht lauten »Kann denn Liebe Synthie sein« oder »Hungrig kann man nicht tanzen«. Post-Drone mit Witz. [mehr]
»The Samuel Jackson Five«
Hinhören und lernen: Postrock 2012 holt sich Gesang dazu. Da müssen sich Mogwai lang und warm anziehen! [mehr]
»Himmelfahrt«
Das deutsche Hans-Albers-EBM-Wunder Rummelsnuff hält den Kurs, so hoch die Wellen sich auch türmen mögen. Wer hier nicht anheuert, weiß nicht, was Reisen heißt (weitere Seefahr-Metaphern bitte einfügen). [mehr]
»Rope For No-Hopers«
Dem klassischen Songstrickmuster enthobene Instrumental-Brocken in XXL-Länge, die von Mogwais langsam hochziehender wall of sound über doch einige Gesangs(Screamo!)-Passagen bis hin zu theatralisch behauchten Apocalyptica-Streichermoves reichen. [mehr]
»Off!«
Die Band um Black-Flag- und Circle-Jerks-Urgestein Keith Morris drischt sich in einer alles andere als akademischen Viertelstunde durch sechzehn Songs wie Fäuste, die nur aus Mittelfingern bestehen. [mehr]
»Sweet Silence«
Sind das da umherflatternde Schmetterlinge auf dem neuen Album der Berliner Electro-Fricklerin? Vielleicht. Die machen einen beflügelten Hindernislauf um reduzierte Keyboard- und Drumcomputer-Tunes. Sommertauglich! [mehr]
»R.I.P«
Darren Cunningham lässt sich nicht fassen. Weder Ambient noch Dubstep, weder Kunst noch Techno. Die Wunderwelt von Actress liegt im mystischen Dazwischen. [mehr]
»WIXIW«
Das ruhelose Trio läuft zusammen mit Mute-Chef und Produzenten-Urgestein Daniel Miller zu alter Höchstform auf. [mehr]
»The Future Of The Gravity Boy«
Discorock heißt ja nicht nur Drumcomputer – wie die Infadels mal wieder beweisen. [mehr]
»The Shallows«
Tolle Momente bringt die Post-Indie-Band aus Leeds dieses Album wieder auf, wenngleich die große Verheißung, die seinerzeit das Debüt ausgab, nicht mehr eingelöst werden kann. [mehr]
»Nowhere Or Tammensaari«
Geisterhafte Chöre und die große Entrückung kommen aus den Niederlanden, genauer gesagt von I Am Oak. Bon Iver und Iron And Wine – warm anziehen! [mehr]
»Red Night«
»Red Night« ist wie ein früher Film von Roman Polanski: eine Kunst gewordene Metapher über existenzielle Ängste. [mehr]
»Human Woman«
Hallo Island. House, Handclaps und Hall sowie diese ironisch überhebliche Attitüde der Achtziger machen erst mal eins: Spaß. [mehr]
»Exister«
Auf ihrem sehr gelungenen ersten Studioalbum seit 2004 zeigen sich die wieder auferstandenen Hot Water Music straighter, schneller und eingängiger denn je. [mehr]
»In Our Heads«
Weniger Balladen, weniger Eklektizismus als auf den Vorgängern, stattdessen four to the floor und gewohnt große Popsongs, wie sie in den letzten zehn Jahren wohl nur wenige Bands hinbekommen haben. [mehr]
»HBLX«
Vermutlich soll das sein: moderner Rock mit Bläsern, bei dem auch mal gekifft werden darf. In echt ist es aber: sehr anstrengend und irgendwie die amtliche Neunziger-Hölle, die man längst schon überwunden glaubte. [mehr]