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Cultural Hacking. Kunst Des Strategischen Handelns

Thomas Düllo / Franz Liebl (Hg.)

Springer, 354 S., EUR 37Die Herausgeber verstehen Hacking nicht als destruktiven und schon gar nicht als kriminellen Akt, sondern als strategische Kunst der Zweckentfremdung. Und so entfaltet dieser Reader noch einmal eine Geschichte künstlerischer Subversionsstrategien von den Situationisten über P
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Springer, 354 S., EUR 37

Die Herausgeber verstehen Hacking nicht als destruktiven und schon gar nicht als kriminellen Akt, sondern als strategische Kunst der Zweckentfremdung. Und so entfaltet dieser Reader noch einmal eine Geschichte künstlerischer Subversionsstrategien von den Situationisten über Punk bis zu politischen Plakataktionen unserer Tage. Interessanter als diese schon vielfach vorgenommene Geschichtsschreibung sind allerdings die Einzelbeiträge, etwa Thomas Düllos Beitrag zu Coolness als beharrliches Verfahren der Umcodierung, das sich als Überlebensstrategie in Großstädten bewährt hat.

Texte über Punk, Laibach und die NSK stellen weitere Wege des "Cultural Hacking" vor, doch selten thematisieren die Beiträge das Betriebssystem Kunst und die mit ihm einhergehende Kulturalisierung des Widerstands, die längst auch vor Punk nicht mehr Halt gemacht hat. Ein Highlight - weil in dieser Fülle einzigartig - bietet Franz Liebls durchweg farbig bebilderte Bestandsaufnahme des Cultural Hacking im Umgang mit Markenprodukten: Die reicht von Tom Sachs, der Kettensägen und Guillotinen den Markennamen "Chanel" aufgeschrieben hat, bis zu "Human Beans", deren "Fictional Products" zum Teil durchaus einen kapitalistischen Zweck erfüllen könnten: Das als Pizza-Pappschachtel getarnte Apple PowerBook minimiert die Diebstahls-Gefahr, indem das teure Gerät wie ein Wegwerfprodukt aussieht. Auch wenn die Frage ungeklärt bleibt, inwieweit "Cultural Hacking" über den Kunstdiskurs hinaus öffentliches Bewusstsein verändern kann, finden sich in diesem Sammelband einige brauchbare Ansätze und einige interessante Projekt-Porträts.

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