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Nur die halbe Wahrheit

So ist »Suburbicon«

Regisseur George Clooney verknüpft ein altes Drehbuch der Coens mit einer historischen Begebenheit aus den 1950er-Jahren.
Geschrieben am
Der Katalog verspricht Idylle und ein Leben unter Gleichgesinnten, was im Fall des Siedlungsprojekts Levittown eine weiße Hautfarbe bedeutet. Am Reißbrett entworfen, soll der Vorort einer aufkeimenden Mittelschicht eine neue Heimat bieten. Dass dieses Refugium auf Bigotterie und Rassismus fußt, zeigt sich 1957, als die erste afroamerikanische Familie ein Haus erwirbt und sich rasch von einem pöbelnden Mob bedrängt sieht. In dieser historisch belegten Situation siedelt die Handlung von »Suburbicon« an.

Regisseur George Clooney hat eigene Recherchen mit einem alten Drehbuch der Coen-Brüder verbunden und macht die vorurteilsbehaftete Vorort-Hölle zum Schauplatz eines klassischen Kleinganoven-Dramas im Stile von »Fargo«. Protagonisten der Handlung sind die Nachbarn der belagerten Myers: Rose und Gardner Lodge mit ihrem Sohn Nicky, die eines Nachts von Einbrechern überfallen werden, was zum gewaltsamen Tod der Mutter führt und Coen-typisch eine Reihe miteinander verknüpfter Ereignisse lostritt. Julianne Moore glänzt in einer Doppelrolle als Rose und deren Zwillingsschwester Margaret. Matt Damon verkörpert Karrieremann und Vater Gardner, der bald die Maske des vermeintlichen Vorzeige-Ehemanns fallen lässt. Der stimmungsvolle, detailverliebt inszenierte und hervorragend besetzte Film besitzt nur eine wesentliche Schwachstelle: Er gibt Mrs. Myers (Karimah Westbrook) kaum Redeanteil, macht ihre Familie zu Statisten und degradiert die Zuspitzung ihres Konflikts zum bloßen Taktgeber der Haupthandlung.
— »Suburbicon« (USA 2017; R: George Clooney; D: Julianne Moore, Matt Damon; Kinostart: 09.11.17; Concorde)

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