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Alles muss raus

»Serial Cleaner«

Die Mafia hat angerufen. Sie will, dass du hinter ihr aufräumst. Du krallst dir deinen Staubsauger, lässt Mama kurz allein und tust es. Denn du bist der »Serial Cleaner«, und dein Leben ist ein schlechter Witz in Sepia.
Geschrieben am
Winston Wolf galt als Koryphäe auf seinem Gebiet. Wenn er seinen Job machte, schlenderte er umher, entwickelte Strategien und kommandierte seine Klienten herum. Er zog es vor, im Anzug zu erscheinen und konnte sich das offenbar auch erlauben. Anders als sein aalglatter Kollege aus »Pulp Fiction« muss Bob Leaner in »Serial Cleaner« den Sack selbst in die Hand nehmen. Während also Mutti daheim arglos deine Pancakes stapelt, stapelst du Leichen und Beweisstücke im Kofferraum deines Autos. Der Haken an der Sache: Die Cops sind schon da – ordentlich scharfgemachte Gendarmen mit Scheuklappen-Sichtfeld, Goldfischgedächtnis und einer ausgeprägten Angst vor Türen, die sich am Tatort die Beine vertreten.

Vor Überheblichkeit sei dennoch gewarnt, denn bis Route und Timing stimmen, werden die tumben Gesetzeshüter einen oft genug das Fluchen lehren. Lichtblick des von einer notdürftigen Story zusammengehaltenen Spielgeschehens sind die Verstecke. Hier gilt das Prinzip »Aus den Augen, aus dem Sinn«, und der eben noch ausrastende Polyp rastet wieder ein, als wäre rein gar nichts geschehen. Was dem Cleaner sehr entgegenkommt, denn wehrfähig ist er nicht im Geringsten. Wird er trotzdem gestellt, darf er direkt noch mal. Keine Zeit, sich abzuregen, Trotz und Frust als Treibstoff. Ob der Staubsauger, mit dem Leaner die an »Hotline Miami« gemahnenden Blutpfützen trockenlegt, das Berufsbild des Tatortreinigers nun charmant abrundet oder aber endgültig der Armseligkeit preisgibt, ist Ansichtssache.

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