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Im Zweifel für den Zweifel

Robert Pattinson über »Good Time«

Im neuen Film der Safdie-Brüder spielt Robert Pattinson einen Bankräuber, der mit seinem geistig zurückgebliebenen Bruder ein Ding dreht. Patrick Heidmann sprach mit ihm über Selbstzweifel und seine »Twilight«-Vergangenheit.
Geschrieben am
Kanntest du die Filme der Safdie-Brüder, bevor du bei »Good Time« mit ihnen zusammen gearbeitet hast?
Nein. Ich kannte zunächst nur das Poster ihres Films »Heaven Knows What«. Als ich das entdeckte, ahnte ich schon, dass die beiden mir gefallen würden. Der Trailer war noch besser: Da spürte ich eine Energie, die man im Kino nicht oft erlebt. Wir haben uns beim ersten Treffen gut verstanden, und ich war Feuer und Flamme für einen gemeinsamen Film. Natürlich habe ich mir auch noch »Heaven Knows What« angeschaut. Großartig!

War diese besondere Energie für dich auch während der Dreharbeiten zu spüren?

Ja. Was auch daran lag, dass Benny und Josh Safdie von früh bis spät miteinander diskutieren und gerne auch mal zu zweit auf mich eingeredet haben. Das hat mich ganz schön unter Strom gesetzt, vor allem, wenn ein paar Sekunden später schon wieder »Action« gerufen wurde. Dass Benny auch im Film mitspielt, machte die Arbeit noch ein wenig chaotischer und erhöhte das Arbeitstempo. Aber all die Anspannung und Intensität waren genau das Richtige – für diese Geschichte und diese Rolle.

Wonach suchst du deine Rollen aus?

Wenn ich das nur genau benennen könnte! Eigentlich versuche ich bloß, Drehbücher zu finden, die nicht vorhersehbar sind. Und Figuren, die man nicht so oft im Kino sieht. Ich möchte Filme drehen, die mich als Zuschauer umhauen würden.  

Bist du im Lauf deiner Karriere selbstbewusster geworden, was die Auswahl anspruchsvoller Filme angeht?

Nein. Je älter ich werde, desto stärker werden meine Selbstzweifel. Aber mich stört es nicht. Ich habe eher gelernt, meine Unsicherheit wertzuschätzen. Wahrscheinlich ist das psychologisch gesehen ein bisschen ungesund, und alle sind genervt, weil ich immer erwarte, dass alles schiefgeht. Im Vorfeld der Premiere von »Good Time« in Cannes war ich so aufgeregt, dass die Haut meiner Augenlider anfing, sich zu schälen. Die Lider wurden richtig blutig. Aber offenbar wurden sie ein echter Glücksbringer für den Film.

Deine Figur in »Good Time« sieht ganz schön verlottert aus. Wie eitel bist du?
Wenn du dir als Schauspieler Sorgen darüber machst, ob die Zuschauer dich hässlich finden könnten, hast du den Kopf nicht frei fürs Wesentliche. Aber durch die »Twilight«-Filme sind solche Gedanken in mir sehr viel fester verankert, als mir lieb ist. Viele »Twilight«-Kritiken thematisierten mein Aussehen: »Der rapide alternde Robert Pattinson«. Wenn du so etwas ständig liest, geht das nicht spurlos an dir vorbei.

Bist du froh, dass die »Twilight«-Zeiten vorbei sind?

Ach, mir gefällt der Gedanke, dass die Filme für viele Leute eine große Sache sind. Lange dachte ich, dass ich die Rolle des Edward Cullen abschütteln muss. Inzwischen weiß ich, dass ich die Zuschauer immer wieder überraschen kann. Sie verbinden mich mit »Twilight« und bekommen etwas ganz anderes zu sehen, zum Beispiel »Good Time«.
— »Good Time« (USA 2017; R: Benny & Josh Safdie; D: Robert Pattinson, Jennifer Jason Leigh; Kinostart: 02.11.17; Temperclayfilm)

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