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Mein Kind, mein Monster

We Need To Talk About Kevin & Fantasy Filmfest

Der ultimative Horror ist greifbar.
Geschrieben am

Um Mutterschaft strickt sich jede Gesellschaft nur die aufgeladensten Mythen. Waren in den Siebzigerjahren der westlichen Welt Antiautorität und frühe Entwöhnung von der Brust ein Must-Have, genießen heute Mütter, die sich gegen das Stillen entscheiden, vielfach das Ansehen von Klingelgangstern. Lynn Ramsays »We Need To Talk About Kevin« seziert das ganze Emo-Thema genussvoll: Kevin, dessen Geburt, Aufwachsen, ja, Zeugung in ästhetischen wie elliptischen Bildern non-chronologisch zu verfolgen ist, liefert die Metapher für den Albtraum Mutterschaft. Tilda Swinton spielt Eva, die Karrierefrau, die von ihrem eigenen Kind gemobbt wird.

Als Baby schreit Kevin in ihren Armen, beruhigt sich stets nur für andere, in der Pubertät wird bei offener Tür masturbiert. Verzweiflung, schöne Bilder, häusliche Gewalt mal anders und eine immense Unheilsahnung. Der ultimative Horror ist so greifbar, dass man an Swintons Glanzstück bereits Anfang des Jahres bei den Fantasy Film Nights teilhaben konnte. Das Festival, das im Herbst wieder groß auffahren wird (fantasy-filmfest.de), konzentriert sich gemeinhin auf Grusel und Monstrositäten. Mein Kind, mein Monster.

Start: 16.08.

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