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Für immer vermissen du sie wirst

Mark Hamill über »Star Wars: Die letzten Jedi«

Mark Hamill kehrt in »Die letzten Jedi« vollends zurück ins »Star Wars«-Universum. Patrick Heidmann sprach mit ihm über das Gefühl, wieder Luke Skywalker zu sein – und über Carrie Fishers Fingerzeige aus dem Jenseits.
Geschrieben am
Was kannst du uns über die Rolle von Luke Skywalker in »Die letzten Jedi« verraten?
Ich war selbst gespannt auf Luke – in »The Force Awakens« haben wir ja nichts über ihn erfahren. Da dreht er sich am Ende um, sein Gesichtsausdruck sieht nicht gerade happy aus, und man kann sich kaum sicher sein, ob er Rey mit offenen Armen empfangen wird oder doch eher der grantige Nachbar ist, der »Runter von meinem Rasen!« ruft. Nun werden wir feststellen, dass in ihm ein bisschen Yoda steckt und ein bisschen Obi-Wan.

Wie hat man sich das vorzustellen?

Man muss Lukes Vorgeschichte betrachten: Sein Problem ist, dass er persönlich Kylo Ren als den nächsten Jedi ausgewählt hat und sich schuldig fühlt, weil er sich gewaltig in ihm getäuscht hat. Aufgrund dieser Schuld lebt er zurückgezogen wie ein Mönch. Grundsätzlich musste ich viele Aspekte der Rolle mit mir selbst ausmachen. Ich bin nun einmal nicht mehr der Protagonist der Geschichte. Es geht jetzt um Rey.

Wie findest du die neuen Aspekte der Handlung?

An manche Entwicklung in unserem »Star Wars«-Universum musste ich mich erst gewöhnen. Luke war immer ein optimistischer Typ, die Verkörperung der Hoffnung. Jetzt musste ich Sätze sagen wie: »Die Zeit der Jedi ist zu Ende.« Das war ein Schock, für mich und für die Fans, die das im Trailer hörten. Andererseits bin ich aber genau wegen solcher Wendungen begeistert von J.J. Abrams und dem neuen Regisseur Rian Johnson. Schließlich wird es immer schwieriger, »Star Wars«-Fans zu überraschen.

Die Fans lieben »Star Wars«-Merchandise. Hast du noch ein paar alte Requisiten von den Dreharbeiten zur ersten Trilogie? 

Die Stiefel, die ich im allerersten »Star Wars«-Film trug, und den Stormtrooper-Helm, den ich aufhatte, als ich Prinzessin Leia rettete. Wobei das Ding längst nicht mehr intakt ist. Das Visier war nur mit Klebeband angebracht. Sämtliche Helme und Schwerter, die man im Handel kaufen konnte, hatten eine höhere Qualität als die, die wir bei den Dreharbeiten verwendeten. Unsere wurden immer erst in letzter Minute produziert und mussten nur ein paar Wochen halten.
Der Stiefel und der Helm repräsentieren die Vergangenheit. Warst du direkt angetan von der Idee, für eine neue Trilogie ins »Star Wars«-Universum zurückzukehren? 
Ich hatte lange Zeit Bedenken. Zudem müsste ich aus finanzieller Sicht gar nicht mehr arbeiten. Außerdem hatten wir damals für die ersten Filme eine Geschichte mit Anfang, Mittelteil und Ende. Was sollte also noch kommen? Ich erinnerte mich daran, was George Lucas durchmachen musste, als er später die Prequels drehte. Nicht, dass ich an denen alles toll fand. Aber Reaktionen wie »Er hat uns unsere Jugend ruiniert« fand ich sehr übertrieben. Auf so etwas hatte ich keine Lust. Allerdings dachte ich nicht, dass es in meinem Fall je so weit kommen würde. 

Welche Gründe sprachen denn gegen ein Comeback als Luke Skywalker?
 
Ich hatte mir geschworen, dass ich bei einer Neuauflage nur mitmachen würde, wenn Han Solo mit dabei ist. Und ich war mir sicher, dass eine »Star Wars«-Rückkehr das Letzte wäre, was Harrison Ford je in Erwägung ziehen würde. Ich dachte, dafür wäre er zu reich – und zu genervt davon, auf die alten Filme angesprochen zu werden. Aber dann hieß es: »Ford ist bereit für eine Rückkehr!« Da war mir klar, dass ich aus der Sache auch nicht mehr herauskommen würde. Sonst wäre ich ja der meistgehasste Mann der ganzen Fangemeinde geworden. 

Hast du dich mit den alten Kollegen über die Entscheidung ausgetauscht?
 
Nicht mit Harrison Ford, aber mit Carrie Fisher. 2012 traf sich Lucas mit uns zum Lunch. Bei dieser Gelegenheit erzählte er uns, dass Kathleen Kennedy nun das Sagen bei »Star Wars« habe und eine neue Trilogie drehen wolle. Carrie sagte sofort begeistert zu, obwohl ich ihr zum Pokerface geraten hatte. Doch sie hatte keine Lust, sich lange bitten zu lassen, weil Rollen für Frauen in ihrem Alter eben nicht auf der Straße liegen. Das leuchtete mir ein. Aber erst, als wir hörten, dass auch Harrison dabei ist, war klar, dass die Sache für uns alte Hasen Realität wird. 

Vermisst du Carrie Fisher?
 
Ich werde nie aufhören, sie zu lieben und zu vermissen. Aber ich bin auch wütend auf Carrie, weil sie nicht mehr hier ist. Sie sollte heute hier neben mir sitzen. Und sie sollte im nächsten Film mit dabei sein. Durch ihren Tod umweht »Die letzten Jedi« eine Melancholie, die nicht vorgesehen war. Wobei ich weiß, dass Carrie nicht wollen würde, dass wir so viel trauern. Wäre sie hier, würde sie mir dafür den Stinkefinger zeigen!

J.J. Abrams

Star Wars: Das Erwachen der Macht [2 Blu-rays]

Release: 28.04.2016

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