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»Wir sind Punks. Und Punks sind nicht beleidigt.«

»Lauter leben!«

Besetzte Häuser, laute Musik und Liebeskummer. Autor Nicolas Wouters und Zeichner Mikael Ross verbinden ihre Faszination für die Punkszene der 90er mit einer Geschichte über Freundschaft und gescheiterte Lebenswege.
Geschrieben am
Thomas steckt in einer Lebenskrise. Jüngst hat seine Frau die gemeinsame Tochter eingepackt und ihn verlassen. »Komm‘ aus diesem Loch raus, ich erkenne meinen Mann nicht wieder«, verkündet ein hektisch verfasster Abschiedsbrief. Wie zufällig fällt dem deprimierten Mittdreißiger aus Brüssel noch eine andere Notiz in die Hände, die aus einer längst verblichenen Erinnerung an seinen besten Freund Martin stammt: »Pack deine Stiefel, wir hauen ab!« Ein Roadtrip in die Vergangenheit beginnt.

Autor Nicolas Wouters und Zeichner Mikael Ross, beide Ende 20, erzählen in »Lauter leben!« eine Geschichte von schwieriger Männerfreundschaft, unterschiedlichen Lebenswegen, Scheitern und Selbstreflexion. Beide kennen sich bereits aus Studienzeiten in Brüssel und rücken in ihrem ersten gemeinsamen Projekt die Liebe zur Abenteuerlust des Punkrock in den Mittelpunkt. So spielt eine der Handlungsebenen in der Hausbesetzer-Szene der 90er in Berlin, inklusive Alkohol, Gewalt und Musik. Es ist kein Tatsachenbericht von alten Szenehelden, sondern Ausdruck der Faszination zweier Nachgeborener. Der künstlerischen Freiheit der Nicht-Zeitzeugen ist es daher geschuldet, dass nicht immer historische Genauigkeit herrscht. So wird der legendäre Techno-Club Bunker kurzerhand zu einer Punkerhochburg umgewidmet. 

»Wir sind Punks. Und Punks sind nicht beleidigt. Nie«, erzählt der jugendliche Thomas seiner Mutter am Telefon, als diese ihn von seinem ersten Konzert abholen möchte. Noch während er daraufhin ins Familienauto einsteigt, sieht man seinen Freund Martin mit jenem Mädchen rummachen, in das eigentlich Thomas verliebt ist. Diese Spannungen, bei der sich Differenzen und Widersprüche mit Begeisterung und völligem Verständnis vermischen, beherrschen auch Jahrzehnte später, als sich die beiden beinahe schicksalhaft wiedersehen, ihre Freundschaft. So ist »Lauter leben!« vor allem eine sehr persönliche Jungs-Geschichte in stimmungsvollen Aquarellfarben.
Bild: Avant Verlag
»Lauter leben!« erscheint im Avant Verlag.

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