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Sterben in Berlin

»German Angst«

Drei Regisseure und ihre Vision vom typisch deutschen Schocker. Jörg Buttgereit und seine Mistreiter knüpfen in »German Angst« an die Horrorfilm-Tradition der 20er Jahre an.
Geschrieben am
Wenn schon zehn Minuten nach Filmbeginn zum ersten Mal Genitalien abgeschnitten werden, weiß man, das kann nur ein Film von Jörg Buttgereit sein. Im Fall von »German Angst« stimmt das zu einem Drittel. Denn außer dem »Nekromantik«-Schöpfer sind noch die Herren Michal Kosakowski und Andreas Marschall beteiligt, die sich beide ebenfalls schon lange im (Horror-) Filmgeschäft engagieren. Gemeinsam möchte das Trio an die deutsche, oder besser gesagt die Berliner Tradition des schaurigen und schockierenden Kinos der 20er Jahre anknüpfen. Sie tun das indes mit modernen Mitteln und stilistisch durchaus unterschiedlich.   

So erzählt Buttgereit in »Final Girl« eine Geschichte zwischen Traum und Realität in langsamen Bildern voller Alltags-Tristesse. Kosakowski setzt dagegen in seinem Kurzfilm »Make A Wish« auf überdrehte Dialoge, Nazi-Schurken aus zwei Jahrzehnten und schonungslose Gewaltdarstellung. Leider sorgt das mimenhafte, ans Theater gemahnende Spiel der Bösewichte für unfreiwillige Komik im an sich bitterbösen Handlungsgefüge. Die stärkste der drei Episoden kommt zum Schluss. Andreas Marschall verbindet in »Alraune« sehr atmosphärisch »Rosemary’s Baby« mit »Eyes Wide Shut« und schafft so einen von Film Noir beeinflussten Erotik-Thriller. 

Jörg Buttgereit

German Angst (Uncut) (Blu-Ray)

Release: 22.05.2015

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