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Der Zeit voraus, am Puls der Zeit

Film Festival Cologne 2016

Die alte Cologne Conference macht unter neuem Banner weiter ein formidables Programm. Lars Fleischmann hat schon mal reingeschnuppert. Und es wird noch besser: Wir laden euch zu einem intimen Screening der Pilotepisode von »Roots« im Residenz Kino am 12. Oktober ein!
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Die beliebte Cologne Conference hat seit diesem Jahr einen neuen Namen. So findet vom 7. bis 14. Oktober das 26. Film Festival Cologne statt. Es gab gute Gründe für die heikle Änderung des bekannten Labels.

Lange Jahre war das Kölner Festival ein Exot – durch die Einbeziehung von Fernsehproduktionen ins Programm seiner Zeit voraus und schon bei David Lynchs »Twin Peaks« ganz vorne dabei. Spätere Panels über grandiose Formate wie die HBO-Crime-Serie »The Wire« gab es in Deutschland ansonsten selten zu sehen. Deren Showrunner David Simon besuchte die Conference persönlich, auch die »Mad Men«-Stars Jon Hamm und Elisabeth Moss schauten vorbei. Dabei standen die Zeichen noch auf strikte künstlerische Trennung zwischen TV-Serien und Kinofilmen.

Heute verschwimmen die Grenzen. Es gibt einen Paradigmenwechsel in der Rezeption – erst eine Serie bingewatchen, dann einen Spielfilm auswählen –, aber auch bei den Produzenten und Akteuren, die verstärkt zwischen Filmen und Serien switchen. Das heißt, es gibt auch mehr Festivals, die sich für Serien interessieren. Diesem Wandel trägt der Namenswechsel Rechnung. Zudem möchte das Film Festival Cologne der vermeintlichen Nerd-Ecke entfliehen. Gerade die Serienliebhaber und ihre Panels muten manchmal so speziell an wie die ultraspezifischen Nachfragen des Comic-Buch-Verkäufers bei den »Simpsons« – und der alte Name mochte somit den Eindruck verstärken, es handele sich um eine Art wissenschaftlicher Konferenz.

Dabei war das Programm immer divergent, unterhaltsam und erfolgreich. Und so folgt das Film Festival Cologne der eigenen Tradition, wenn es noch expliziter Serienhighlights, wie im vergangenen Jahr »Mr. Robot«, neben Filmhighlights präsentiert. Zu sehen ist dieses Jahr unter anderem »The Childhood Of A Leader« von Brady Corbet, der sehnlichst herbeigewünschte Film über die »Karriere« eines Faschisten, gespielt von Robert Pattinson – inklusive Scott Walkers Soundtrack. Ebenfalls im Programm ist der neue Xavier-Dolan-Film »It’s Only The End Of The World«.
Im Serienfach sticht die Neuauflage der revolutionären Show »Roots« heraus, die in den 1970er-Jahren den Diskurs über die Sklaverei in den USA grundlegend änderte. Kaum ein Zufall, dass in Zeiten von »Black Lives Matter« die Geschichte noch mal aufgerollt werden muss, um einige der subtilen rassistischen Verschärfungen der letzten Jahre thematisieren zu können. Zum Glück behält das Film Festival Cologne auch die hervorragende Doku-Sparte bei. So darf man auf »Weiner« gespannt sein. Elyse Steinberg und Josh Kriegman gelingt eine wohltemperierte Auseinandersetzung mit einem der charismatischsten Politiker der USA. Anthony Weiner wurde bekannt, als Fotos seines »Schrittes« in der Öffentlichkeit auftauchten. Der Sexting-Skandal zerstörte seine Karriere und Ehe. In Köln erfährt man, warum.
Film Festival Cologne, 07. – 14.10. 16, Infos über das vollständige Programm unter cologne-confernece.de
Wir laden euch zu einem intimen Screening der Pilotepisode von »Roots« im Residenz Kino am 12. Oktober ein. Los geht’s um 20:00 Uhr. Einfach das Formular ausfüllen und mit ein bisschen Glück einen Platz im Kino gewinnen. Nach der Vorführung gibt es eine gemeinsame Party in der Klubbar King Georg. 

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