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Kurzweilige Ewigkeiten

Die Künstlerin John Yuyi im Interview

Unsere Trennerseiten-Künstlerin aus Intro #258 Yuyi John entwickelt aus Social-Media-Posts temporäre Tattoos, fotografiert diese dann auf nackter Haut, um die Fotos dem Netz zurückzugeben – auf ihrem Twitter-Account. Frederike Wetzels hat der taiwanesischen Künstlerin ein paar Fragen zu ihrer Arbeit gestellt.
Geschrieben am
Indem du Auszüge aus sozialen Netzwerken als temporäre Tattoos druckst, bringst du das Netz in die physische Welt zurück. Ist es für deine Arbeit wichtig, dass es keine dauerhaften Tattoos sind?
Ein temporäres Tattoo eignet sich perfekt, um meine Arbeiten zu inszenieren, obwohl Tattoos ja eigentlich etwas für die Ewigkeit sind.  

In deinen Kunstwerken benutzt du nackte Haut als Bildsprache. Was bedeutet der Körper für dich? Warum nutzt du hauptsächlich weibliche Körper?

Ich liebe Haut und Körper und Gesichter, ich finde das alles wunderschön. Da jeder Mensch eine Haut, einen Körper und ein Gesicht hat, fühlt der Betrachter verbunden mit meiner Kunst und hat Bezug dazu. Frauenkörper kommen für mich eher in Frage, da ich auch eine Frau bin. Ich fühle mich mit Frauen wohler und ich bin sowieso eher schüchtern.  

Was ist für deine Kunst wichtiger: Das fertige Bild oder der performative Akt?

Beides, denke ich. Ich dokumentiere den Akt gerne, indem ich ihn filme. Und ich finde es auch interessant, wenn es nicht nur ein starres Foto ist.
Bild: John Yuyi
Kürzlich hast du mit Gucci zusammengearbeitet und deren erste virale Kampagne entwickelt. Wie kam es dazu?
Für mich war das eine sehr denkwürdige und spezielle Erfahrung, weil ich niemals gedacht hätte, dass ausgerechnet Gucci mich für eine Kollaboration engagieren möchte. Und es fühlt sich großartig an, weil ich das Ergebnis liebe und sie mir bei meiner Arbeit viel Freiheit ließen. Auch vom Feedback fühle ich mich sehr geschmeichelt.  

Wie denkst du über Social Media? Lebst du eher in der On- oder Offline-Welt?

Ich würde sagen, 50:50. Meine beste Freundin sagt immer, ich sei ständig am Telefon. Aber ich fühle mich manchmal auch gelangweilt von der Online-Welt. Ich mag Social Media, jeder Kanal hat eine andere Bedeutung für mich.  
Bild: John Yuyi
Woher bekommst du deine Inspiration? 
Von meinen täglichen Beobachtungen. Ich denke, meine Kunst ist eine Dokumentation meines Lebens, von allem, was ich bisher erlebt habe.   

Was ist der perfekte Soundtrack für deine Arbeit? 
TLC und Destiny’s Child. Das jedenfalls höre ich gerade. 

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