×

Lieber Leser, bitte wähle deinen Ansprechpartner aus:

Fragen an die Redaktion

Werbung auf Intro.de

Werbung im Intro Magazin

Intro Abo

Fragen zum Vertrieb

×

Intro Die Woche

Jetzt für den Newsletter anmelden

*
*
*
. .
×

Die Welt schöner machen

Der Künstler B.D. Graft im Interview

Bei seinen Collagen geht es dem Künstler B.D. Graft eher um Ästhetik und Gefühle als um den Inhalt. Er lässt sich vom Expressionismus ebenso beeinflussen wie von schönen Dingen wie Musik, Gebäude oder einem Spaziergang im Park. Die Betrachter seiner Werke möchte er wiederum nicht beeinflussen – gut so, denn dann bleibt immer genug Raum für Interpretationen. Frederike Wetzels hatte trotzdem ein paar Fragen an den Künstler, der für Intro #255 die Trennerseiten gestaltet hat.
Geschrieben am
Wie würdest du deine Arbeit beschreiben? 
Ich mache hauptsächlich Collagen in denen Form und Farbe im Mittelpunkt stehen. Viele Collagen-Künstler konzentrieren sich auf die Rekonfiguration von Inhalten, indem sie zum Beispiel die Köpfe von Lebewesen austauschen und surrealistische Welten kreieren. Bei mir geht es hingegen mehr um Ästhetik und die Gefühle, die ich durch meine Kompositionen hervorrufe. Da die Kunst für mich therapeutisch ist, sind dies überwiegend positive Äußerungen.  

Deine Collagen erinnern mich in ihrem Formspiel an bestimmte Werke von Künstlern wie Paul Klee. Würdest du sagen, dass deine Arbeit vom Expressionismus beeinflusst ist?
 
Ja, auf jeden Fall. Ich gehe oft ins Stedelijk Museum hier in Amsterdam, um mich von den großen Malern des 20. Jahrhunderts inspirieren zu lassen. Zu meinen Lieblingen gehören Jean Arp, Richard Diebenkorn, Helen Frankenthaler, Willem de Kooning und natürlich Henri Matisse.  

Kann man deine Collagen vor allem als abstrakte ästhetische Arbeiten verstehen oder gibt es noch einen weiteren Hintergrund?
 
 Es geht mir vor allem darum, die Welt schöner zu machen. Was man genau beim Betrachten meiner Kunst denkt, überlasse ich jedem Betrachter selbst. Darum liebe ich abstrakte Kunst: man kann sie frei interpretieren. Manchmal haben die Werke einen Hintergrund, wie zum Beispiel meine Matisse-Hommagen oder die Werke, die sich mit meinem multikulturellem Hintergrund befassen – aber vor allem geht es um die Ästhetik.  

Was hat den größten Einfluss auf deine Arbeit?
 
Schöne Kompositionen jeglicher Art, sei es ein außergewöhnliches Lied, Gebäude oder Kunstwerk. Mal beeinflusst mich ein Kunstbuch und mal ein Spaziergang im Park.
Wie arbeitest du? Wie findest du dein Ausgangsmaterial? Arbeitest du eher schnell oder langsam? Analog oder digital? 
Ich arbeite ausschließlich analog. Wenn ich Kunst mache, tauche ich in meine eigene Welt ein, weg vom Computer: nur ich mit Musik, Büchern und Kunstmaterialien. Ob ich schnell oder langsam arbeite und welches Ausgangsmaterial ich benutze, hängt ganz davon ab, wie ich mich fühle und woran ich gerade arbeite. Bei mir im Studio liegt so viel herum – Bücher, Stifte, Fotos und so weiter, dass ich immer etwas finde, womit ich anfangen kann. 

Du hast zusätzlich zu deinen freien künstlerischen Arbeiten zum Beispiel auch viele Albumcover für Musiker wie Still Parade und POND gestaltet. Wie läuft die Zusammenarbeit dabei ab? Nimmst du die Musik als Inspiration oder gibt es hier in der Regel klare Ansagen?
 
Das ist immer unterschiedlich. Manchmal will eine Band ein existierendes Bild von mir verwenden und manchmal kriege ich den Auftrag, etwas Neues zu kreieren. Oft haben sie dann eine grobe Vorstellung davon, was sie wollen, aber geben mir genug kreative Freiheit, um die Musik so zu interpretieren, wie ich sie mir vorstelle. Also ja, ich muss mir die Musik immer mehrmals anhören, um etwas Passendes zu kreieren. Meist versammele ich ein paar Ideen und Entwürfe und komme dann anhand von Feedback der Band zum endgültigen Design. Manchmal geht’s jedoch viel schneller und die Band nimmt sofort das erste Bild, das ich präsentiere.  

Was ist dein perfekter Soundtrack zum Arbeiten?
 
Mein Musikgeschmack ist sehr eklektisch und was ich höre, kommt auf meine Stimmung an. Aber hier sind ein paar Tracks, die ich im Moment gern während der Arbeit höre:

Folgt uns auf

  • folgen
    mehr
  • Playlists
    mehr
  • Abos
    mehr
  • folgen
    mehr