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Bitte bleiben Sie gesund!

Mit Maurice und Ramin von Die Türen

09.02.2012, 11:43, Text: Jens Rübsamen, Foto: Herr Müller

Draußen herrschen arktische Temperaturen und während unsere Lieblingsbands in schwach klimatisierten Sprintern unterwegs sind, sorgen wir uns um sie...

Was war die übelste Krankheit, die du jemals hattest?
Maurice: Eine Papulose-Erkrankung.
Ramin: Ich hab mal eine dicke Lippe bei einer Schlägerei mit einem Autofahrer kassiert.

Welche Symptome gibt es dabei?
M: Ich hatte die harmlosere Form, die einem den Tag damit vermiest, dass man nicht mehr ordentlich sprechen kann, sondern dauerheiser ist.
R: Eine Gehirnerschütterung.


Wie wurde das behandelt?
R: Ich war an dem Abend Wein trinken.

Welche Krankheit ist dagegen überschätzt?
M: Die Todesgrippe.
R: Kleptomanie.

Was ist dein Lieblingsmedikament?
M: Rotwein.
R: Genau.

Wie kuriert ihr den berüchtigten, unvermeidlichen Tourschnupfen bei Konzertreisen in Herbst und Winter?
M: Das ist unmöglich, wenn es einmal im Bulli ist.
R: Die einzige Chance ist, dass die Tour bis in den Sommer reinreicht.


Sehr geehrter Herr Summen,

als interessierter Facharzt möchte ich natürlich am liebsten Ihr Gehirn in Scheiben schneiden und langwierig untersuchen. Immerhin nennen Sie Ihre Rockgruppe Die Türen. Eine bestürzend auffällige Normabweichung regulärer Namenseinfälle. Höchst bedenklich. Gehört untersucht! Bezüglich Ihrer Papulose indes kann ich Sie beruhigen: Da Ihre Symptome nicht für die ungleich bedenklichere lymphomatoide Form sprechen, darf eine konventionelle Behandlung mit entzündungshemmenden Produkten (an dieser Stelle auch gern mal etwas Homöopathisches) als völlig ausreichend einzustufen sein. Nehmen Sie Reizungen der Atemwege beziehungsweise rund um die und an den Stimmbändern auch nicht zu leicht. Gesang ist Ihr Kapital – und in verrauchten Konzertsälen, nach durchzechten Nächten und mit falscher Singtechnik kein unauslöschliches Gut.

Ihrem Kollegen, dem Herrn Ramin, der ausnahmsweise noch auf Ihre 10-Euro-Praxis-Gebühr mitfährt, möchte ich indes raten, sich einfach weniger in Schlägereien zu verwickeln. Auch wenn es zu seinem Lebensgefühl als Rockstar sicherlich dazugehört. Der Körper, so viel fernöstlicher Hokuspokus sei erlaubt, ist ein Tempel – kein Abbruchhaus.

Ihr Doc Intro




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aus Intro #200 (März 2012)
 
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