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Wer wir sind

I Am In Love

12.09.2011, 15:49, Text: Intro, Foto: Amy Brammall

Wer wir sind: Unsere monatliche Newcomer-Rubrik. Diesmal mit I Am In Love.

Name I Am In Love
Herkunft Leicester
Genre Kammermusik-Indiepop
Bandmitglieder Fünf
Besondere Vorkommnisse Die Band aus der englischen Grafschaft Leicestershire findet sich tief verwurzelt im hiesigen Indie-Kontinental-Gewächshaus, ist ihr Label doch genau wie ihre Booking-Agentur deutsch.
Aktuelle Platte »Of Regard And Affection« (Velocity / Rough Trade)

Mit dem Namen und eurem Auftreten kommt ihr ziemlich niedlich rüber. Ist das wirklich der real deal bei euch – kein Plündern, Chaos und Ärger?
Der Name I Am In Love soll eher leidenschaftlich rüberkommen als niedlich. Und man muss schon sagen, wir sind wirklich nicht die Chaos-Crew, aber Party können wir auch.Vieles von eurem Artwork, von eurem Merch rekurriert auf Tier, mitunter tragt ihr Pferdemasken. Welche Rolle spielen Tiere für I Am In Love?
Viele unserer Stücke handeln von sehr archaischer, fast tierischer Passion, und das soll sich auch im Look widerspiegeln. Der Tiger ist daher unser Lieblingsmotiv.

Ihr kommt aus der Stadt Leicester. Ist es für eine englische Band ein Nachteil, sich nicht auf London stützen zu können?
London ist natürlich aufregend und wichtig. Aber wir lieben Leicester – was hier für tolle Acts herkommen: Maybeshewill und Kyte zum Beispiel.

Seid ihr mit Gedanken eigentlich schon bei neuen Stücken oder erst mal darauf aus, das letzte Album live rauf und runter zu spielen?
Letzteres. Wir lieben die neue Platte. Und was kann da schöner sein, als sich die Reaktion und Meinung der Fans dazu abzuholen? Aber hey, an neuem Material arbeiten wir natürlich trotzdem.

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aus Intro #196 (Oktober 2011)
 
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---HIGHHOLYDISCOMASS comes to town--- Dass Punk und Disco weit mehr verbindet, als nur der Zeitpunkt ihres Entstehens, steht außer Frage. Wem Punk mehr bedeutet als tote Hose und für wen Disco alles andere als ein Schimpfwort ist, der weiß um die Schnittmenge dieser beiden Musikstile, die gleichzeitig beide auch Lebensgefühl waren und sind. Wunderbar beschrieben hat das gerade der englische „NME“ in einer Rezension zu Gossips neuem Album „Music for Men“. “Teenage Jesus and the Jerks crashing Studio 54“, so der Rezensent, vor dessen geistigem Auge beim Genuss von „Music for Men“ die genialen New Yorker No Wave-Dilettanten die wohl bekannteste Disco der Welt aufmischen. Und auch Gossips dralle Gallionsfigur Beth Ditto selbst, eine Punk-Ikone des 21. Jahrhunderts, bringt es auf den Punkt sprich auf die Tanzfläche, wenn sie „For Keeps“ so erklärt: „I wanted it to be the ‚Don’t You Want Me’ of this record“. „Don’t You Want Me“ war bekanntlich der größte Dancefloor-Filler der Electro-Pioniere Human League. Auch Arte erinnert sich gerade an die Zeit, als „Don’t You Want Me’ aus jeden Punkschuppen schallte und zu Nummer 25 der meistverkauften Singles aller Zeiten im UK wurde. So propagiert der TV-Sender den „Summer of the 80s“ und unternimmt eine Zeitreise in das Jahrzehnt, das uns Joy Division und New Order bescherte, Style Council und Prince, Duran Duran und Chic. Grund genug für „HighHolyDiscoMass“. „HighHolyDiscoMass“ (übrigens ein Songtitel der ebenso wie Human League aus Sheffield stammenden Industrial-Avantgardisten Clock DVA) bittet nun mit Bands wie Cabaret Voltaire, Heaven 17, Shriekback, 400 Blows oder Gang of Four (just to name a few) einerseits die Creme de la Creme der 80er Jahre und der damaligen Post-Punk-Ära zum Tanz und schlägt andererseits mit neuen Helden wie Junior Boys, MGMT, Hercules and Love Affair oder White Lies (again just to name a few) die Brücke auf den Tanzboden des dritten Jahrtausends. Da bleibt dann mit David Bowie nur noch eins zu sagen: „Let’s dance!“

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