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Wer wir sind

Newcomertipp: Auletta

28.07.2011, 16:48, Text: Intro

Wer wir sind: Die monatliche Newcomer-Rubrik. Dieses Mal mit der Mainzer Band Auletta.

Sie kommen aus der beschaulichen rheinland-pfälzischen Hauptstadt, singen deutsch und klingen dennoch nach Metropole. Und das nicht nur, weil ihr neues Album den irreführenden englischen Titel »Make Love Work« trägt.


Herkunft: Mainz
Genre: Indie-Pop-Glam
Bandmitglieder: Fünf
Besondere Vorkommnisse: Das Line-up wurde um Chris, den Keyboarder, erweitert. Markus Schlichtherle und Olaf Opal produzierten das zweite Album.
Aktuelle Platte: »Make Love Work« (EMI)

Ihr werdet noch immer als die freshe, junge Band geführt. Dabei seid ihr nun auch schon paar Tage im Biz. Was sind drei der markantesten Dinge, die ihr durch die Band gelernt habt?
Martin: Erstens lernt man sehr schnell, sein eigenes Ego in Grenzen zu halten, und sich selbst kennen, damit so ein enges Zusammenleben ohne großartige Gewaltexzesse möglich ist. Zweitens lernt man so ziemlich jede Stadt und jede Autobahnraststätte in Deutschland kennen. Drittens lernt man, dass man jeden Tag noch Neues über Musik lernen kann.

»Make Love Work«, der englische Titel des Albums, ist bei deutschen Lyrics ein Stück weit irreführend. Ist diese Irritation gewollt?

Alex: Es war nicht unbedingt als Irritation gedacht, es war eher so, dass uns, nachdem der Song »Make Love Work« fertig aufgenommen war, sehr schnell bewusst wurde, dass er die zentrale Message des Albums kanalisiert. Die englischen Zeilen verstärken das noch und kamen mir einfach beim Texten.

Wie groß ist der neue Keyboard-Aspekt beim Songwriting gewesen?
A: Beim Schreiben der Songs wurde mir schnell klar, dass es eine andere Instrumentierung der Songs geben muss. Egal, ob Rhodes, Mellotron oder klassisches Piano oder Farfisa, die Vielfältigkeit, die »Make Love Work« ausmacht, lebt davon, dass wir uns von unserer Ausrichtung an reiner Gitarrenmusik frei gemacht haben.

»Wir werden uns hinterm Regen sehen«, heißt es ja im Titelstück. Darf man da einen (natürlich singulären) Gedanken an »Durch den Monsun« aufblitzen lassen, oder zieht ihr einem dann eine mit der Bassbox über?
A: Das mit der Bassbox klingt schon verführerisch, aber nein, wird nicht passieren. »Hinter den Regen gehen« ist erst mal ein starkes Bild, das eben schön mit »zünde alle deine Feuer« kontrastiert. Die Idee war, die Message »Make Love Work« durch eine ganze Reihe Bilder vorzubereiten, damit der Refrain noch mehr aufgehen kann. Die Gedanken sollten aber aufblitzen wie und wann sie wollen.


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aus Intro #195 (September 2011)
 
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