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Jupiter Jones

Im Interview: Initiative Musik

07.07.2009, 16:42, Text: Intro

Sexy Sozialstaat - und auch, wo jener derzeit an vielen Stellen unterhöhlt wird, auf dem Kultursektor tut sich mitunter noch was zum Besseren. Die vor zwei Jahren ins Leben gerufene Initiative Musik, getragen von der Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) und dem Musikrat, finanziell gestützt von GVL und GEMA, geht 2009 mit über zwei Millionen Euro Etat an den Start.

Förderung können im Programm I Künstler selbst beantragen - wobei die Einbettung in professionelle Strukturen wie Booking-Agentur, Label oder Musikverlag erwünscht sind. Das Programm II fördert die Infrastruktur, also Unternehmen und Institutionen aus der Musikwirtschaft.


Damit aber auch genug des kalten Biztalks. Let the music play - und zwar Rock, Pop und Jazz. Gefördert werden bislang u. a. Kissogram, Mediengruppe Telekommander, Clickclickdecker, Get Well Soon und eben auch die Jungs von Jupiter Jones.

Ihr werdet ja von der Initiative Musik unterstützt. In welcher Form denn?
Sascha: Kurz und knapp: mit Geld. Man muss einen detaillierten Plan aufstellen, was man so vorhat - inklusive Finanz-, Marketing- und Produktionsplan. Und wenn das überzeugt, werden 40 Prozent aller Ausgaben von der Initiative Musik getragen. Mal ein wirklich toller und sinnvoller erster Schritt der Bundesregierung in Richtung Förderung der U-Musik.

Beantragt ihr häufiger strukturelle Unterstützung?
S: Würden wir gerne, wenn es denn noch mehr solcher Förderungen geben würde. Deutschland ist leider noch Entwicklungsland in Sachen Künstlerförderung. Das sieht in Nachbarstaaten, allein schon in Österreich oder der Schweiz, ganz anders aus.

Seht ihr Musikförderung allgemein in Deutschland wirklich so schlecht? Und habt ihr schon mal bei Bandwettbewerben performt?
S: Ja, ganz schlecht - besonders in der U-Musik. Könnte doch noch viel mehr passieren. Wir haben in der Anfangszeit von Jupiter Jones bei einigen Nachwuchswettbewerben mitgemacht und dort keine guten Erfahrungen gesammelt. Das meiste ist einfach nur sinnloser Quatsch. Wirklich gute Erfahrungen haben wir noch mit dem Popcamp und dem größten Nachwuchswettbewerb in RLP - Rockbuster - gemacht, die wirklich nachhaltig und über einen langen Zeitraum fördern und immer ansprechbar sind.



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aus Intro #173 (Juli 2009)
 
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