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Portugal.The Man

Im Interview: Origami für Fortgeschrittene

02.07.2009, 17:13, Text: Christian Steinbrink

Jeder Krise wohnt auch eine Chance inne. Das sehen auch Portugal.The Man so. Deshalb machen die Alaskaner ihr neues Album "The Satanic Satanist" mit seinem grellbunten und nur mit viel Geschick und Spucke wieder einzupackenden Klappcover zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk. Sündhaft teuer muss das gewesen sein. Seid ihr verrückt, John Gourley? Fragt Christian Steinbrink.

Wie kam es zu solch einem opulenten Artwork, und wer hat es gestaltet?
Wir hatten schon länger die Idee, bisher aber noch nicht die Chance, sie zu realisieren. Ehrlich gesagt wussten wir nicht, wie man das anstellt. Die grundlegende Idee hinter dem ganzen Package ist, unseren Heimatstaat Alaska darzustellen. Durch den großen Berg, der sich aufbaut, wenn du die CD öffnest, durch die Wolken, die vielen Farben und das Nordlicht.


Das Design wurde wie bei jedem unserer Alben von unserem Freund Austin Sellers gestaltet. Er nahm meine Wasserfarbmalereien und fügte sie zusammen, was eine ziemlich verzwickte Aufgabe war. Er war jedenfalls ganz schön geschafft, als er endlich mit dem fertigen Entwurf ankam. Zu diesem Zeitpunkt war auch noch gar nicht wirklich klar, ob wir uns so ein aufwendiges Artwork überhaupt leisten können, was er nach all seiner Arbeit nicht so gern hörte.

Inwiefern korreliert das Artwork mit den Inhalten der Songs?
Beides hat sehr viel von unserer Jugend in Alaska. Fast jeder Song ist aus der Perspektive eines Kindes von dort geschrieben. Da kamen wilde Bilder hoch, die man auch im Artwork erkennt. Vieles ist auch von Zeichentrickfilmen unserer Jugend beeinflusst und den erstaunlich stark auf Erwachsene ausgerichteten Storys in ihnen.

Habt ihr das Cover für eine CD- oder Vinyl-Größe konzipiert?
Für die CDs. Das liegt daran, dass vor allem CDs ihren ursprünglichen Wert verloren haben. Es wird wohl auch das letzte Mal sein, dass wir eine CD auf herkömmliche Art veröffentlichen. Und wir wollten daraus etwas Besonderes machen, etwas, das auch in der Zukunft noch Wert besitzt. Das Vinyl-Cover wird etwas gewöhnlicher sein, einfach aufgrund der Kosten. Hätten wir auch ein außergewöhnliches Vinyldesign gestaltet, hätten LPs 25 bis 30 Dollar pro Stück gekostet. Und ich finde es schwer, so viel für die eigene Musik zu verlangen. Vielleicht machen wir mit dem Artwork eine limitierte Edition auf LP, mehr aber nicht.



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aus Intro #173 (Juli 2009)
 
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