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Checkt das, neue Bands

Im Interview: Kap Bambino

27.04.2009, 14:41, Text: Thomas Venker, Foto: Matt Irwin

South By Southwest, das größte Musikfestival der Welt, hat mal wieder alle nach Texas gezogen. Und auch Thomas Venker hat sich in Austin die Füße im wahrsten Sinne des Wortes blutig gelaufen auf der Suche nach neuen tollen Bands. Da aber einer allein beim besten Willen nicht alles sehen, trinken und essen kann, hat er sich noch an ein paar treffsichere Experten gewandt. Das sind die Erlebnisse der Klasse von 2009.

Kap Bambino
Gesehen: Emos, 19.03.
Im Netz: www.myspace.com/kapbambino

Das Wichtigste: Auch wenn sie ihren Sound auf der MySpace-Seite unter Grunge führen, so haben sie mit dem Seattle-Rock der 90er höchstens die Energie gemeinsam, und die Vorliebe für Holzfällermuster.

Ansonsten gilt: Wo Kap Bambino draufsteht, ist Electro-Punk drin im Stile von Suicide. Und auch eine Note DAF lässt sich attestieren - die kennen die beiden Franzosen aus Bordeaux übrigens wirklich. Ihre Liveshows sind legendär: Sängerin Caroline Martial taumelt von recht nach links, schlägt sich dabei den Schädel gerne mal auf und springt dann blutend ins Publikum, während Orion Bouvier lässig im Hintergrund am Synthesizer steht.

Aktuelles Album: "Blacklist" (Because Music)



Wenn man euch live sieht, dann kann man sich gar nicht vorstellen, wie man diese Energie und Direktheit im Umgang mit den Zuschauern auf das Album übertragen kann.
Caroline: Du hast recht, das ist uns bislang auch noch nie so ganz gelungen, was nicht heißt, dass die bisherigen Releases schlecht wären, sie waren nur anders. Mit dem neuen Album haben wir bewusst versucht, den Livesound hinzubekommen. Das ging diesmal auch, da wir bei einem großen Independentlabel mit Budget unterschrieben haben. Sie sind verrückt, uns zu signen. Wir entsprechen ja nicht dem Dancesound, den sie sonst so veröffentlichen mit all den Ed-Banger-Sachen. Und wir sind stolz darauf. Orion: Man kann uns schlecht in eine Schublade stecken, aber das ist auch gut so.

Bislang berichtet vor allem die englische Presse über euch. Was denkt ihr, woran das liegt?
C: Vielleicht, da sie genauso verrückt sind wie wir. Der NME hat ganz aktuell über die neue Single geschrieben. Sehr positiv. Unsere französische Promoterin ist der Meinung, dass das der Ritterschlag sei, sodass jetzt auch endlich die Franzosen bemerken, dass sie über uns berichten müssen.
Bei extrovertierten Performern ist es oft so, dass sie privat eher ruhig sind. Ihr so gar nicht. C: Oh nein, wir sind hyperaktiv. Aber es ist trotzdem so, dass uns die Shows beruhigen, die töten das Biest in uns ab, ein bisschen zumindest.


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aus Intro #171 (Mai 2009)
 
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