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Checkt das, neue Bands

Im Interview: Dan Deacon

23.04.2009, 15:22, Text: Thomas Venker, Foto: Frank Hamilton

South By Southwest, das größte Musikfestival der Welt, hat mal wieder alle nach Texas gezogen. Und auch Thomas Venker hat sich in Austin die Füße im wahrsten Sinne des Wortes blutig gelaufen auf der Suche nach neuen tollen Bands. Da aber einer allein beim besten Willen nicht alles sehen, trinken und essen kann, hat er sich noch an ein paar treffsichere Experten gewandt. Das sind die Erlebnisse der Klasse von 2009.

Dan Deacon

Gesehen: The Tap Room, 16.03.
Im Netz: www.dandeacon.com

Das Wichtigste: Dan Deacon ist das Entertainerschwein schlechthin.


Wenn einer für die Neudefinition des Konzerts als Ort des sozialen Austausches steht, dann der Mann aus Baltimore: Auf Augenhöhe mit dem Publikum sucht er die Interaktion. Ist er mit seiner Posse von The Wham City Collective unterwegs, dann springen 60 Leute um die Besucher herum und machen alle irgendwie Musik. Zum Interview kam er leicht müde, aber happy von einer "fucking awesome" Tour durch Australien und Neuseeland.



Aktuelles Album: "Bromst" (Carpark / NTT)

Dein neues Album klingt deutlich produzierter. Wie kam es dazu?
Als Chester, dem Ko-Produzenten, und mir klar wurde, dass wir diesmal mit echten Instrumenten arbeiten wollen, mussten diese auch angemessen aufgenommen und präsentiert werden. Das Album ist viel fragiler als alles, was ich je zuvor gemacht habe. Darauf musste die Aufnahme eingehen.

Was gab den Ausschlag für echte Instrumente?

Ich wollte schon immer akustische Instrumente mit Elektronik verbinden. Das habe ich seit dem College, auf dem ich Elektroakustik studiert habe, nicht mehr gemacht. Die Zeit war reif: Das Umfeld stimmte, die Musiker waren gut genug, die Aufnahmebedingungen ebenfalls - und ich habe mittlerweile ein Publikum, das bereit ist, sich auf alles einzulassen. Die Art Music bzw. New Music ist so prätentiös, das will ich ändern.

Du bist ein fantastischer Performer. Dass du dabei die Bühne in die Menge verlagerst, siehst du das als Prozess der Demokratisierung des Konzerts?
Ja, im Sinne der Kommunikation. Das Publikum kann so nur schwerlich passiv bleiben.





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aus Intro #171 (Mai 2009)
 
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