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Maximo Park

Im Interview: Dein Herz schlägt schneller

01.04.2009, 12:14, Text: Peter Flore, Foto: Katharina Poblotzki

Die Band aus Newcastle holt zum dritten Wurf aus: Auf ihrem neuen Album "Quicken The Heart" lieben Maximo Park das Leben, die Liebe und die Lust, sie glauben an Geister und an das Besondere im Banalen. Peter Flore (Text) und Thomas Venker haben sie einen Tag lang in Köln begleitet. Fotos: Katharina Poblotzki.

Paul Smith ist entspannt. Mit seiner mittlerweile fast zum Markenzeichen der ganzen Band avancierten Melone auf dem dunklen Lockenkopf und im engen blauen Sakko schlendert er über den Innenhof des Gebäude 9, jenes übersichtlichen Kölner Venues auf der anderen Rheinseite, im Messestadtteil Deutz. Nebenan, in einem der Atelierräume und auf der schmucken Dachterrasse des KunstWerk, sollen Fotos geschossen werden. Den Make-up-Termin mit der eigens anberaumten Visagistin haben die anderen Bandmitglieder wahrgenommen, ihr Sänger überraschend nicht. "No fucking about."


Es ist Anfang März, knapp zwei Monate vor Release des neuen Maximo-Park-Albums "Quicken The Heart", das das Quintett aus dem nordenglischen Newcastle hier im Rahmen einer kompakten Vorab-Clubtour durch Europa bewirbt. Fingerübungen für all das, was da noch kommen soll und wird in 2009. Den Albumtitel hat man just heute über die zahlreichen Kanäle, die einer Band mittlerweile zur Verfügung stehen, bekannt gegeben, das Kind hat jetzt einen Namen.


"Das letzte Jahr haben wir sehr viel Zeit zu Hause und im Studio verbracht", sagt Gitarrist Duncan Lloyd, und er klingt dabei nicht so, als würde er es bedauern, dass der Kreislauf nun aufs Neue beginnt. Ihr erstes Konzert hier liegt gar nicht so lange zurück, zumindest, wenn man Zeit in Jahren misst: 2005 war das, als Maximo Park noch "die Gitarrenband auf Warp" waren und damit gleichsam Hipster- wie Exotenstatus beim eigentlich auf Elektronik spezialisierten Londoner Label genossen. Mit dem dritten, im Herbst in Los Angeles und damit erstmals außerhalb Englands produzierten Album peilt nun zumindest das Label den nächsten großen Schritt an: Das Mainstreamradio hat man hierzulande spätestens mit der Single "Books From Boxes" bereits geknackt, jetzt darf es gern noch ein bisschen mehr sein - 100.000 Einheiten in Deutschland gelten hinter vorgehaltener Hand als Ziel, knapp 30.000 mehr, als der Vorgänger "Our Earthly Pleasures" hierzulande bis dato verkauft hat. Nicht schlecht, in Zeiten der allgegenwärtigen Krise. Die Band scheint von all dem nichts zu spüren, ihre Aufgabe ist es ohnehin nicht, Geschäfte zu machen und sich um kommerzielle Erwartungshaltungen zu kümmern.



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aus Intro #170 (April 2009)
 
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