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Einzelcharts 08

Dirk Völler

25.11.2008, 11:00, Text: Dirk Völler








Alben

01        Santogold "Santogold"
02        Kings Of Leon "Only By The Night"
03        MGMT "Oracular Spectacular"
04        Portishead "Third"
05        Broken Social Scene pres. Brendan Canning "Something For All Of Us"
06        Bloc Party "Intimacy"
07        Late Of The Pier "Fantasy Black Channel"
08        Tv On The Radio "Dear Science"
09        The Streets "Everything Is Borrowed
10        The Faint "Fasciinatiion"
11        Portugal.The Man "Censored Colors"
12        PeterLicht "Melancholie und Gesellschaft"
13        Conor Oberst "Conor Oberst"
14        Calexico "Carried To Dust"
15        Cold War Kids "Loyalty To Loyalty"
16        Does It Offend You Yeah? "You Have No Idea What You Are Getting Yourself Into"
17        Friendly Fires "Friendly Fires"
18        Beck "Modern Guilt"
19        Tiger Lou "A Partial Print"
20        Foals "Antidotes"






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aus Intro #167 (Dezember 2008 / Januar 2009)
 
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---HIGHHOLYDISCOMASS comes to town--- Dass Punk und Disco weit mehr verbindet, als nur der Zeitpunkt ihres Entstehens, steht außer Frage. Wem Punk mehr bedeutet als tote Hose und für wen Disco alles andere als ein Schimpfwort ist, der weiß um die Schnittmenge dieser beiden Musikstile, die gleichzeitig beide auch Lebensgefühl waren und sind. Wunderbar beschrieben hat das gerade der englische „NME“ in einer Rezension zu Gossips neuem Album „Music for Men“. “Teenage Jesus and the Jerks crashing Studio 54“, so der Rezensent, vor dessen geistigem Auge beim Genuss von „Music for Men“ die genialen New Yorker No Wave-Dilettanten die wohl bekannteste Disco der Welt aufmischen. Und auch Gossips dralle Gallionsfigur Beth Ditto selbst, eine Punk-Ikone des 21. Jahrhunderts, bringt es auf den Punkt sprich auf die Tanzfläche, wenn sie „For Keeps“ so erklärt: „I wanted it to be the ‚Don’t You Want Me’ of this record“. „Don’t You Want Me“ war bekanntlich der größte Dancefloor-Filler der Electro-Pioniere Human League. Auch Arte erinnert sich gerade an die Zeit, als „Don’t You Want Me’ aus jeden Punkschuppen schallte und zu Nummer 25 der meistverkauften Singles aller Zeiten im UK wurde. So propagiert der TV-Sender den „Summer of the 80s“ und unternimmt eine Zeitreise in das Jahrzehnt, das uns Joy Division und New Order bescherte, Style Council und Prince, Duran Duran und Chic. Grund genug für „HighHolyDiscoMass“. „HighHolyDiscoMass“ (übrigens ein Songtitel der ebenso wie Human League aus Sheffield stammenden Industrial-Avantgardisten Clock DVA) bittet nun mit Bands wie Cabaret Voltaire, Heaven 17, Shriekback, 400 Blows oder Gang of Four (just to name a few) einerseits die Creme de la Creme der 80er Jahre und der damaligen Post-Punk-Ära zum Tanz und schlägt andererseits mit neuen Helden wie Junior Boys, MGMT, Hercules and Love Affair oder White Lies (again just to name a few) die Brücke auf den Tanzboden des dritten Jahrtausends. Da bleibt dann mit David Bowie nur noch eins zu sagen: „Let’s dance!“

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