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Kochen mit...

Sparks

28.10.2008, 11:04, Text: Roland Wilhelm, Foto: Christian Knieps

Die Sparks blicken auf eine abwechslungsreiche Karriere zurück. From Hitparade into Vergessenheit und zurück. Einem ersten Hit in den frühen 70ern ("This Town Ain't Big Enough For The Both Of Us") folgten später im Jahrzehnt Space-Disco-Erfolge mit Giorgio Moroder ("No. 1 In Heaven"), aber eben auch das, was die gnadenlose Branche Flops nennt. Jetzt legen sie mit "Exotic Creatures Of The Deep" ihr 21. Album vor. Und kochen mit Intro.

Der Dauer der Bandkarriere folgend, haben Vertreter aller Pop-Generationen ihre eigene kleine Geschichte zu den Sparks zu erzählen - auch der Mittvierziger-Taxifahrer, der die Zutaten für das "Kochen mit Sparks" in die Chefredakteurs-Wohnung nördlich des Kölner Doms kutschiert: "Was, Sie kochen gleich mit den Sparks? Das gibt's ja nicht, erst gestern hab ich mir noch die 'Kimono My House'-Platte angehört! Ich liebe dieses Album!"

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Fotostrecke:Kochen mit Sparks

Meine brisanteste eigene ging bislang so: Es war 1994, und ich war einer der 450.000 deutschen Teenager, die der neuen Sparks-Single "When Do I Get To Sing 'My Way'" nie erhoffte sagenhafte Verkaufszahlen bescherten. Selbstredend, dass sie vom heutigen Setting getoppt wird. Denn die Brüder Russel und Ronald Mael kochen anlässlich des neuen Albums "Exotic Creatures Of The Deep" mit uns.

Video: Kochen mit Sparks



Auf dem Speiseplan steht japanisches Essen, ein Wunsch der Gäste. Schon die Besorgung der exotischen Zutaten brachte die Redaktions-Praktikanten schier zur Verzweiflung. Wir rechnen also mit zwei Feinschmeckern und hoffen auf ein Lehrstück in höchster Kochkunst. Eine Hoffnung, die sich gleich zerschlägt, als die beiden schüchternen Herren, die Punkt acht die Wohnung betreten, mit großem Stirnrunzeln die ganzen bunten Lebensmittel-Packungen auf dem Tisch mustern. "Äh, wir sollen kochen? Hmmm ... aber wir können gar nicht kochen!" Schnell stellt sich heraus, dass sich die beiden in ihren getrennten Single-Haushalten nur von Lieferservice und Mikrowellengerichten ernähren, das dann aber gerne japanisch und extravagant. Aber die Sparks wären nicht die Sparks, wenn sie diese Aufgabe nicht mit Humor nehmen würden - sollen wir doch sehen, auf was wir uns da eingelassen haben. Ronald, Keyboarder und der ältere der beiden Brüder, übernimmt die Federführung am Herd, während Sänger Russel der Szenerie als Assistent beiwohnt, einzige Funktion: das Reichen des Hand-Sanitizers, mit dem die beiden sich alle paar Minuten baden, um jeglichen Keim abzutöten. Hier entsprechen die Sparks mal ganz dem Stereotyp des amerikanischen Stadtneurotikers - was ihnen aber auch gar nichts ausmacht.



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aus Intro #166 (November 2008)
 
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