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Deerhoof

Über Coverart, Produzenten und Kill Rock Stars

27.10.2008, 10:33, Text: Christian Steinbrink

Immer auf Kill Rock Stars gewesen, fast nie mit einem Produzenten aufgenommen - trotzdem können Deerhoof zum Thema "Zusammenarbeit" einiges berichten. Schließlich waren die Entscheidungen bezüglich der Artdirektion ihrer Albumcover immer hart umkämpft. Und nicht nur das weiß Christian Steinbrink zu berichten.

Ihr seid ja bekannt dafür, für das Artwork jedes Albums mit neuen Künstlern zusammenzuarbeiten. Wer ist denn für das Cover von der neuen Platte "Offend Maggie" verantwortlich?
Greg Saunier: Sein Name ist Tomoo Gokita. Satomi hat seine Arbeiten auf einer Ausstellung gesehen und uns anschließend gleich ein paar Bilder online gezeigt. Wir alle liebten die Sachen sofort, deswegen haben wir ihn dann auch gleich kontaktiert. Er ist auch ein wirklich witziger Typ!


Vor ein paar Monaten beantwortete David Shrigley die Frage, ob er auch für das nächste Deerhoof-Album das Artwork beisteuern würde, mit dem Hinweis, dass ihr ja keinen Künstler zweimal beauftragen würdet.
Na, da gibt es kein Dogma. Wir haben diese Regel nie aufgestellt. Tatsächlich hat Deerhoof-Gründer Rob Fisk mehrere der frühen Cover gestaltet. Ich würde es lieben, noch einmal mit David Shrigley arbeiten zu können. Ich bin ein riesiger Fan von ihm.

Ihr seid nun schon eine ganz schön lange Zeit auf Kill Rock Stars. Was ist denn das Besondere an diesem Label? Gibt es vielleicht ein geheimes Wunschlabel, mit dem ihr arbeiten wollen würdet?

KRS sind besonders aus vielen Gründen. Sie haben uns eine wirklich sehr lange Zeit unterstützt, und erst seit Kurzem verlieren sie durch uns kein Geld mehr. Es ist ein sehr auf Kunst fixiertes Label, das die richtigen Beweggründe hat. Und nein, wir haben keine geheimen Labelträume. Wir sind sehr glücklich so, wie es ist.

Wenn ich das richtig überblicke, habt ihr nie mit einem externen Produzenten gearbeitet. Wieso nicht? Und hat sich euer Blickwinkel auf dieses Thema im Laufe der Existenz von Deerhoof verändert?
Ja, es ist wahr, dass wir kaum Erfahrungen mit Produzenten gesammelt haben. Wir hatten die Möglichkeit, mit Ed Shearmur für den "Dedication"-Soundtrack zu arbeiten, das war das einzige Mal. Er schrieb damals ein paar Skizzen und bat uns, sie zu spielen. Er hatte dabei eine sehr konkrete Vorstellung davon, wie das klingen sollte, es hat aber trotzdem Spaß gemacht. Generell glaube ich, dass wir uns so schwer vorstellen können, mit Produzenten zu arbeiten, weil wir selbst so konkrete Ideen vom Klang unserer Musik haben. Generell sind wir offen für die Idee, mit Produzenten zu arbeiten. Ich glaube aber, dass das eine ziemlich komplizierte Zusammenarbeit werden würde ...



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aus Intro #166 (November 2008)
 
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