Friendly Fires
Backstage: Von Festivals und Ansprüchen
14.09.2008, 18:23, Text:
ines Sundermann, Foto: Sibilla Calzolari
Sellerie hat nicht nur fast keinen Nährwert, sondern schmeckt auch ziemlich suboptimal, findet Edd Gibson von den Friendly Fires. Was sonst auf den Rider gehört, erfahrt ihr hier.
Eure peinlichste Festivalsituation?
Edd Gibson (Gitarrist): Unser Auftritt auf dem Glastonbury. Am Abend zuvor hatten wir alle einen Heidenspaß, aber dummerweise nicht unseren Auftritt am Tag danach bedacht. Somit waren wir alles andere als fit und haben dementsprechend gespielt und gesungen. Da wir gerade da gerne einen etwas besseren Eindruck gemacht hätten, war uns das eine ziemliche Lektion.
Geht ihr - abgesehen von eurem Job - gerne auf Festivals?
Absolut. Sofern sich die Gelegenheit ergibt, versuchen wir so viel wie möglich zu sehen. Meines Erachtens sollte man wirklich schauen, was andere Künstler so auf der Bühne machen und bieten. Konzerte bzw. Bands live zu sehen ist echt wichtig.
Fotostrecke:Melt! 2008: Friendly Fires backstage
Seid ihr pingelig, was den Backstage-Bereich, die Sanitäranlagen etc. angeht?
Nein, noch nicht [lacht]. Ich schätze, das kommt mit der Zeit, wenn wir bekannter sind. Dann werden wir bestimmt etwas pingeliger werden, aber bislang sind wir bescheiden und mit wenig zufrieden. Brot und Butter, mehr brauchen wir bspw. nicht.
Das Highlight eures Riders?
Wir werden leider alle relativ schnell krank, deswegen wollen wir immer gerne Vitamine und etwas Medizin haben. Da wir ziemlich ungesund leben, d. h. uns hauptsächlich von Fast Food ernähren, ist es immer praktisch, ein paar Vitamine dabeizuhaben.
Video: Friendly Fires - "In The Pool"
Welches Essen geht gar nicht?
Ich mag und esse wirklich fast alles, ernsthaft. Obwohl, vielleicht würde ich Sellerie nicht unbedingt dazuzählen. Ich hab mal gehört, dass er quasi keinen Nährwert hat, allerdings weiß ich nicht, ob das tatsächlich stimmt. Er schmeckt aber einfach scheußlich.
Was hasst ihr an Festivals?
Je älter ich werde, umso mehr hasse ich das eigentliche Camping. Vermutlich rührt es daher, dass man als Künstler den ganzen Luxus hinter den Kulissen mitbekommt. Da erliegt man schon irgendwann der Versuchung, sich einfach für ein gemütliches Hotelzimmer und ähnlich luxuriöse Dinge zu entscheiden. Aber irgendwie ist es ja doch deutlich spaßiger, sich für ein paar Tage einfach mal gehen zu lassen, ohne sich um Nebensächlichkeiten wie Hygiene zu kümmern. Dreck hält ja bekanntermaßen warm.
Euer schlechtestes Hotel so far?
Das muss dann wohl dieses eine Hotel in Paris gewesen sein, da gab es so kleine Feldbetten, die man aufklappen musste. Mitten in der Nacht hat sich das Bett unseres Drummers aber wieder eingeklappt und den armen Kerl der Länge nach ziemlich umgebogen.
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