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Joey Burns (Calexico)

Allergische Reaktion auf Todeskaktus

26.08.2008, 13:26, Text: Dirk Mönkemöller, Volker Wittkamp



Joey Burns von Calexico Zwischenfall mit einem San-Pedro-Kaktus gehört wohl zu der unangenehmen Sorte. Was er sonst noch über Tourverletzungen zu verraten hat, erfahrt ihr hier.


Was für Krankheiten plagen dich auf Tour?
Ich habe oft eine Kongestion im Halsbereich. Aber das eigentlich Schlimme bei Krankheiten auf Tour ist, dass man sie so schlecht wieder loswird. Man sitzt wochenlang in einem Bus herum und schiebt sich gegenseitig die Viren zu. Darum schlürfen wir ständig Gesundheitscocktails auf Basis von Vitamin-C-Tabletten. Und Bourbon, den Virenkiller schlechthin.


Welches war die bisher schlimmste Krankheit in der Band?
Vor zwei Jahren ist unser Schlagzeuger John kurz vor Tourbeginn in einen Pool gesprungen und mit dem Kopf aufgeschlagen. Danach war er lange Zeit ziemlich weggetreten und hatte Schwierigkeiten, die Balance zu halten. Wir mussten sicherstellen, dass immer jemand in seiner Nähe war, falls er umkippen würde. Wir haben in dem Sommer viele Festivals gespielt, wo es manchmal einen Masseur für die Musiker gab. So wurde er langsam wieder aufgepäppelt.

Gab es denkwürdige Arztbesuche auf Tour?
Es gab da diesen Vorfall, ebenfalls vor zwei Jahren. Ich handwerkelte daheim in Tucson am Haus, als ich mir versehentlich den Stachel eines ziemlich großen San-Pedro-Kaktus' in die Handinnenfläche rammte. Ich zog den Stachel heraus und vergaß den Zwischenfall. Zwei Wochen später, in Schweden, schwoll meine Hand plötzlich auf die doppelte Größe an. Ich ließ mich ins Krankenhaus bringen, wartete dort vier Stunden, um dann von einem Arzt zu hören, er könne auch nichts machen und ich solle doch Aspirin einnehmen. Den Arztbesuch hätte ich mir sparen können.

Führt ihr eine Band-Apotheke mit euch? Wenn ja, was ist drin?
Wir schlucken verschiedene Kräutertabletten, sozusagen als Prävention. Das ist schlau, nicht? So kommen wir den Krankheiten zuvor. Ein paar Jungs aus der Band gehen außerdem joggen. Sie hängen bis drei oder vier Uhr nachts herum und trinken, stehen aber um zehn wieder auf, um Laufen zu gehen. Echt irre. Aber es scheint zu helfen.

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aus Intro #164 (September 2008)
 
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