Black Kids - Band im Exil Artikelbild (groß)

Black Kids

Band im Exil

29.08.2008, 10:00, Text: Christian Steinbrink, Foto: Dean Chalkeley

Reggie Youngblood und seine Black Kids müssen eine harte Jugend gehabt haben: unverstanden in der Limp-Bizkit-Stadt Jacksonville, nur Fragezeichen in den Gesichtern der Leute, die ihnen auf der Bühne oder DJ-Kanzel zuschauten. Dabei lässt sich alles, was Youngblood will, ganz simpel mit drei großen Buchstaben ausdrücken: P.O.P. Gut, dass es für Leute wie ihn eine heilige Stadt gibt. Christian Steinbrink traf Reggie Youngblood ebendort.

Mit einem verschlafenen, aber immer noch glücklichen und leicht irren Blick sitzt Reggie Youngblood, Frontmann der Black Kids, in der Lobby seines Londoner Hotels. Er hat allen Grund, glücklich zu sein, schließlich hat seine Band am Abend zuvor ein "offizielles", für ihr Fortkommen wichtiges Konzert erfolgreich absolviert. Gekrönt vom ehemaligen Suede-Gitarristen Bernard Butler, der für die Single "I'm Not Gonna Teach Your Boyfriend How To Dance With You" auf die Bühne kam und sich seine Gitarre umhängte. Nicht, um besonders viel darauf zu spielen, sondern um mit ihr wie ein Irrwisch über die knarzenden Bühnenbretter des ULU zu spurten. Er tat das mit sichtbarem Spaß - was Youngblood den Rest gab. Seitdem ist er seinen irre glucksenden Blick nicht mehr losgeworden. Auch jetzt, Stunden später, findet er kaum Worte für diesen Gastauftritt: "Das war wohl der glücklichste Moment meines Lebens. Mit jemandem auf der Bühne zu stehen, der eine Legende für mich ist. Ich weiß, dass ich die ganze Zeit gegrinst habe, ich muss wie ein Idiot ausgesehen haben. Aber ich konnte nicht anders."


Eigentlich sollte er sich schon an den Anblick Butlers gewöhnt haben, schließlich hat der das Debütalbum der Black Kids produziert - und dabei von Beginn an klargemacht, für wie großartig er die Musik des Quintetts aus Florida hält. Gut, dass die Black Kids sich nicht ihren Zweifeln hingegeben haben, denn fast hätten sie ihn nicht als Produzenten engagiert, wie Youngblood erzählt: "Wir alle lieben Suede. Aber wir waren im ersten Moment nicht sicher, ob es Sinn machen würde, wenn er uns produziert. Letztlich wurden wir aber überzeugt. Nicht nur davon, dass er ein Gitarrenheld ist, sondern auch von seiner Liebe für New Order und die Smiths, und weil er mit McAlmont & Butler ähnliche R'n'B- und Soulelemente nutzt, wie wir es wollten."


1 | 2 | ... weiterlesen »



Artikel kommentieren
aus Intro #164 (September 2008)
 
  • Mehr Infos

  •  
 
 

Social Network Login




Logge dich schnell und einfach mit deinen Social-Network-Zugangsdaten bei uns ein.
 
  • MEIST GEKLICKT

  •  
 

Spalter: Platte und Film des Monats

Spalter: Platte und Film des Monats

Das Intro-Streitgespräch: Jeden Monat eine neue Platte, ein neuer Film und unterschiedliche Meinungen. [...mehr]

 

INTRO-TV

K.I.Z. schauen fern - Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang

K.I.Z. schauen fern

Videocheck beim splash: Von Klaus Kinski bis Fritz Lang
... mehr

 

Platten der Woche

Platten der Woche

Die wichtigsten Neuerscheinungen im Überblick! [...mehr]