Yo! Majesty
Interview mit dem Yo!-Majesty-Produzenten David Alexander
19.08.2008, 10:00, Text:
Thomas Venker
Was oft vergessen wird: Yo! Majesty sind nicht nur Shunda K und Jwl B, sondern auch David Alexander. Thomas Venker spricht mit dem Produzenten über die Vergangenheit und die Zukunft von Yo! Majesty.
Wie muss man sich Yo! Majesty denn im Studio vorstellen? Sind Jwl und Shunda K da auch so aufgedreht und liefern in einem permanenten Flow ab?
Oh ja, es ist ein einziger Flow. Ich als Produzent finde das aber super, dass sie mit so vielen tollen Ideen ankommen. Die Postproduktion mache ich dann allein mit Stanley, mit dem ich seit zehn Jahren als Produktionsteam Freestyle-HipHop-Electro mache. Eigentlich sind Stan und ich die Basis. Wir kennen uns aus Jugendhaustagen und jammen seitdem mit Drummachines und so rum - und irgendwann kamen wir dann mit den Mädchen zusammen. Wir bauen die Tracks aus dem, was wir mit den Girls entwickeln.
Wie hast du sie denn kennengelernt?
Ich arbeitete in Tampa in einem Studio als Produzent an HipHop-Produktionen. Ich habe damals immer viele Rapper eingeladen. Ihr Flow war dreimal schneller als der von allen anderen. Das war vor sechs Jahren. Seitdem arbeiten wir zusammen.
Eure ersten Aufnahmen liegen ja schon länger zurück ...
Ja, ja, stimmt. Die erste EP hatten wir eigentlich schon vor vier Jahren zusammen. Ich hab die damals auf CDs gebrannt und bei der Miami Dance Conference an DJs verteilt. Aber keiner hat sich bei mir gemeldet. Es dauerte, bis MySpace groß rauskam. Als es die Leute da hörten, kam gewaltiges Feedback. Und plötzlich spielten auch die DJs unsere Tracks.
Ist euer Publikum in Europa eigentlich sehr anders als in Amerika?
Es ist dasselbe. Wir haben überall auf der Welt ein sehr heterogenes Publikum. Es ist nicht wirklich HipHop, was wir machen, sondern eine Fusion aus verschiedenen Stilen, das mögen dementsprechend auch sehr unterschiedliche Leute.
Ihr habt ja einige namhafte Fans: Beth Ditto, Santogold, Kid Sister, Spank Rock.
Als wir die erste EP rausbrachten, meinten viele, die Stücke klängen wie von Spank Rock - den kannten wir damals aber nicht. Wir haben einfach unser Ding gemacht. Aber als wir dann anfingen zu touren und auf Events wie dem SXSW spielten, lernten wir ihn kennen und bemerkten, dass wir alle parallel an ähnlichen Dingen arbeiteten. Es ist derzeit eine sehr kreative Community. Wir haben lange nicht bemerkt, dass in Baltimore oder Chicago Ähnliches entsteht wie bei uns in Tampa und London, wo ich derzeit lebe. Ha, jetzt rede ich schon big wie die beiden Girls. Aber es ist ja auch so: Wir waren immer in einem kleinen Studio in Tampa, und jetzt sind wir eine weltweite Geschichte geworden. Wir kennen Leute in Rio und London, und so viele wollen mit uns kollaborieren. Aber zurzeit sind wir einfach zu sehr mit uns selbst beschäftigt. Das heben wir uns für die Zukunft auf.
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Mit ihrem Stilmix aus Punkrock, Ska und verschiedenen Folk-Einflüssen wurde Mutabor seit ihrer ersten Veröffentlichung (1997 Virgin) oft als deutscher Vertreter des Folk-Punk geführt. Mit ihrer zweiten Veröffentlichung (2001 Makanabeat / Soulfood) erweiterte die Band ihr musikalisches Spektrum in Richtung Pop und Reggae.






