Born Ruffians - sprechen über ... Artikelbild (groß)

Born Ruffians

sprechen über ...

28.05.2008, 11:41, Text: linus volkmann

... ihre Heimat Toronto:
Steve: Wir haben den großen Buzz um die Toronto-Szene wohl verpasst. Wir sind große Fans von Broken Social Scene und den anderen, sind aber deutlich jünger und kommen einfach eine Generation nach ihnen. Es gibt aber auch in unserem Alter ein paar gute Bands hier. Neben uns sind das vor allem The Bicycles (myspace.com/thebicycles) und We're Marching On (myspace.com/weremarchingon). Wir mögen beide sehr. Die junge Toronto-Szene ist immer noch sehr lebendig und aktiv. Es gibt viele Initiativen für Konzerte in kleinen Clubs, regelmäßige Reihen mit Resident-Bands, die zusätzlich befreundete Bands für Konzerte einladen. Außerdem Hauspartys, auf denen Bands spielen. Wir können das zwar nicht vergleichen, weil wir nie woanders gelebt haben, aber wir genießen das schon sehr.



... Blogs:
Steve: Ich habe das Gefühl, dass Blogeinträge deutlich meinungsbildender wirken als Magazinartikel. Du liest Artikel, wenn du eine Band schon kennst und gerne mehr über sie erfahren möchtest. Dann freust du dich, wenn sie als gute Band irgendwo erwähnt wird. Aber die meisten Leute, die wir kennen, bilden sich ihre Meinungen eher über Blogs. Ich glaube, dass Blogs als viel aktueller wahrgenommen werden und dass Fans das Gefühl haben, Bloggern eher vertrauen zu können, weil sie ihresgleichen sind und keine Journalisten.

Mitch: Blogs repräsentieren einen sehr persönlichen Blickwinkel, allein schon dadurch, dass meistens nur ein Autor für den Blog aktiv ist. Magazine sind zwangsläufig viel abstrakter gelenkt. Es gibt eine Redaktion und dazu noch eine Menge Autoren. Du weißt kaum, wie welcher Autor über dich denkt, das ist auch gar nicht wichtig, die Wahrnehmung läuft darauf hinaus, dass Magazin xy das und das über dich geschrieben hat, obwohl ein Teil der Leute dort es womöglich ganz anders sieht. Da ist die Meinung lange nicht so deutlich. Blogs wirken da viel ungeschminkter, und das hat auch Folgen: Sie treffen dich viel unmittelbarer, als es ein Magazin könnte. Es ist viel schmeichelhafter, wenn sie dich mögen, und viel härter, wenn nicht.

Auch intro.de macht in Blogs: Die Videoblogs direkt aus der Redaktion unter www.intro.de/spezial/videoblog.



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aus Intro #161 (Juni 2008)
 
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